Tanzen in Rudolfsheim-Fünfhaus
Nelli Scholz verrät, warum Lindy Hop pure Lebensfreude ist

Bei Some Like It Hot! kann man Lindy Hop und verschiedene andere Swingtänze lernen. | Foto: Max Fuchs
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  • Bei Some Like It Hot! kann man Lindy Hop und verschiedene andere Swingtänze lernen.
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Nelli Scholz, Vorstandsmitglied des Tanzvereins Some Like It Hot, sprach mit MeinBezirk über Swingtanzen, Gemeinschaft und darüber, warum Lindy Hop weit mehr ist als nur ein Tanzstil.

WIEN/RUDOLFSHEIM-FÜNFHAUS. Im Interview erzählt Nelli Scholz, wie sie selbst zum Swingtanzen gefunden hat, was den Ballroom in der Sechshauser Straße so besonders macht und warum gerade Menschen ohne Tanzerfahrung im Verein schnell Anschluss finden.

Außerdem erklärt sie, weshalb Tanzen im Grätzl nicht nur bewegt, sondern verbindet – und warum gerade jetzt der perfekte Zeitpunkt ist, damit anzufangen.

Nelli, erinnerst du dich noch an den Moment, in dem dich das Swingtanzen zum ersten Mal „gepackt“ hat – was hat dich damals begeistert?
NELLI SCHOLZ: Als ich zum ersten Mal Swing-Tänzerinnen und Tänzer auf einer Veranstaltung gesehen habe, war mir sofort klar: Das will ich auch können. Lindy Hop steht für mich für pure Lebensfreude. Als ich dann selbst angefangen habe zu tanzen, habe ich schnell gemerkt, dass ich dabei komplett abschalten und den Alltag für die Zeit der Tanzstunde völlig vergessen kann.

Der Verein „Some Like It Hot“ ist seit zehn Jahren in der Sechshauser Straße zuhause. Was macht diesen Ort und den 15. Bezirk für euch als Tanzverein so besonders?
Für uns ist unser Ballroom in der Sechshauser Straße ein zweites Zuhause geworden. Viele schöne Erinnerungen, Trainings, Kurse und Feste sind hier entstanden. Der 15. Bezirk mit seiner Vielfalt, Lebendigkeit und Offenheit spiegelt genau das wider, wofür unser Verein steht: Menschen zusammenzubringen, die Lust auf Tanz, Musik und Gemeinschaft haben.

Zeit miteinander verbringen

Euer Motto lautet „Tanzen macht glücklich“. Wie zeigt sich dieses Glück ganz konkret in euren Tanzstunden und im Vereinsalltag?
Das Glück zeigt sich bei uns vor allem im Miteinander. Der Spaß am Tanzen steht an erster Stelle, aber genauso wichtig ist die Gemeinschaft. Beim wöchentlichen „freien Training“ kann man üben, lachen, tratschen und einfach Zeit miteinander verbringen. Und wenn es etwas zu feiern gibt, machen wir das natürlich auch gemeinsam.

Swingtanzen gilt als offen und unkompliziert – warum ist gerade dieser Tanzstil aus deiner Sicht so ideal für Menschen, die vielleicht noch nie getanzt haben?
Gerade für Menschen, die noch nie getanzt haben, ist Lindy Hop ideal, weil der Fokus nicht auf Perfektion liegt, sondern auf Musikalität, Verbindung im Paar und Spaß an der Bewegung. Der Tanz entsteht im Moment und im Austausch miteinander, statt aus fixen Choreografien. Das macht den Einstieg entspannt und nimmt die Angst, etwas „falsch“ zu machen.

Nelli Scholz ist Vorständin des Tanzvereins „Some Like It Hot“ im 15. Bezirk. | Foto: Vanessa Sogorb
  • Nelli Scholz ist Vorständin des Tanzvereins „Some Like It Hot“ im 15. Bezirk.
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Viele eurer Mitglieder kommen alleine zu den Kursen. Wie entsteht daraus trotzdem so schnell Gemeinschaft und Zusammenhalt?
Der regelmäßige Partnerwechsel ist ein zentraler Bestandteil der Swingtanz Kultur und unserer Kurse. Dadurch kommt man schnell mit vielen verschiedenen Menschen in Kontakt, wird tänzerisch flexibler und sensibler und baut gleichzeitig Hemmschwellen ab. Diese Mischung sorgt dafür, dass sich auch Menschen, die alleine kommen, sehr schnell als Teil der Gemeinschaft fühlen.

Was hat sich in den letzten Jahren im Verein verändert – und was ist trotz Wachstum und neuer Generationen gleich geblieben?

Der Verein hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt und ist größer und bunter geworden. Es sind neue Gesichter, neue Ideen und neue Generationen dazugekommen. Geblieben ist das Herz des Swingtanzes: eine offene, tolerante Gemeinschaft, in der jeder mit jedem tanzt – über Altersgrenzen, Geschlechterrollen und Unterschiede hinweg.

Wenn jemand aus Rudolfsheim-Fünfhaus überlegt, im Frühjahrssemester mit dem Tanzen zu beginnen: Was würdest du dieser Person ganz persönlich sagen?
Ich würde dieser Person sagen: Komm einfach vorbei und probier es aus! Du brauchst keine Vorkenntnisse und keinen Tanzpartner. Swingtanzen ist offen, unkompliziert und macht schnell Spaß. Oft merkt man schon in der ersten Stunde, wie gut es tut, sich zur Musik zu bewegen und Teil einer Gemeinschaft zu sein.

Bei Some Like It Hot! kann man Lindy Hop und verschiedene andere Swingtänze in Wien lernen. Es werden auch viele Solo-Kurse angeboten, wie z.B. Solo Charleston oder Solo Jazz und Stepptanz. Es gibt oft Schnupperstunden. Schau auf der Homepage vorbei: slih.at/info

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Nelli Scholz ist Vorständin des Tanzvereins „Some Like It Hot“ im 15. Bezirk. | Foto: Vanessa Sogorb
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