20.10.2017, 10:24 Uhr

Ätherische Öle für gute Laune.......

Ätherische Öle für gute Laune

von Beate Rossbach

Die Wirkung von Düften auf die Stimmungslage und das Wohlbefinden ist jedem Menschen aus eigener Erfahrung bekannt. Gerüche haben einen direkten ‚Draht’ zur Psyche und können sowohl Lust- als auch Unlustgefühle auslösen. Vor allem diese psychische Komponente macht sich die Aromatherapie zu Nutze und erreicht so über das seelische Wohlbefinden auch eine heilende Wirkung im Körper. Träger dieser ‚heilenden Information’ sind die ätherischen Öle. Sie gelten als Essenz der Pflanze und sind, obwohl sie zur Klasse der Öle gezählt werden, nicht fettig. Vielmehr sind diese von der Pflanze selbst produzierten Duftstoffe flüchtiger Natur und verdunsten leicht. Mittels dieser flüchtigen Duftstoffe lockt die Pflanze für sie angenehme Insekten an, schreckt aber auch gleichzeitig schädliche Insekten ab. Beim Menschen erreichen die ätherischen Öle über die in der Kuppel der Nasenhöhle liegende Riechschleimhaut direkt ein spezielles Nervenzentrum im Gehirn.
Düfte können Glückshormone freisetzen
Diese direkte Verbindung von der Nase zum Gehirn ist möglich, da die Riechschleimhaut aus Gehirnzellen besteht. Im Gehirn angekommen, können die Duftreize nun die Ausschüttung von Neurotransmittern wie Noradrenalin und Serotonin anregen und zur Produktion der körpereigenen ‚Glückshormone’, den Endorphinen führen.
Mit der Wahl der richtigen Aromaöle ist es also möglich, die Stimmungslage zum Positiven zu wenden. Doch nicht jeder reagiert auf jedes Öl gleichermaßen, denn jeder verknüpft mit Düften seine ganz persönlichen Erinnerungen.
Gerüche sind direkt an die Erinnerung gekoppelt
Kennen Sie das? Sie riechen einen Duft und haben sofort eine bestimmte Situation oder einen bestimmten Menschen vor Augen. So erinnert Sie vielleicht der typische Duft einer Sonnenmilch an einen Urlaub, oder Vanille und Zimt an die Weihnachtszeit Ihrer Kindheit. Sofort fühlen Sie sich wohl, denn der Geruch hat angenehme Erinnerungen in Ihnen ausgelöst.
Das liegt daran, dass das Zentrum im Gehirn (Limbisches System), in dem Gefühle entstehen und die Endorphine ausgeschüttet werden auch für die Abspeicherung von Erinnerungen zuständig ist.
Je nachdem welche Verknüpfungen bei Ihnen zwischen Gefühlen und Gerüchen abgespeichert sind, werden Sie auch ganz individuell auf die Duftaromen reagieren.
Wählen Sie einen Duft, den Sie mögen
Auch wenn Lavendel eines der ätherischen Öle ist, das stimmungsaufhellend wirken kann, so wird es Sie nicht froh machen, wenn es Sie an Tante Else erinnert, die Sie nicht ausstehen konnten. Um depressive Verstimmungen zu vertreiben und die Seele aufzuhellen, muss es schon ein Duft sein, der in Ihnen angenehme Erinnerungen an frohe Ereignisse oder Ihrem Herzen nahestehende Menschen wachruft.
Außer diesen im „Emotions-Gedächtnis“ abgespeicherten Düften sind bei Depressionen auch Düfte heilsam, die sich in Studien als stimmungsaufhellend erwiesen haben – vorausgesetzt, der jeweilige Duft ist bei Ihnen nicht von negativen Erinnerungen besetzt.
Sie haben mehrere Möglichkeiten der Anwendung
Ganz klassisch ist die Anwendung der ätherischen Öle in einer Duftlampe, bei der ein Wasserschälchen durch die aufsteigende Wärme eines Teelichts erhitzt wird. Gerade in der vor uns liegenden kühleren Jahreszeit ist aber auch ein warmes Vollbad eine gute Alternative. Geben Sie dafür einfach einige Tropfen von den ausgewählten Ölen in das fertig eingelaufene Badewasser und baden Sie eine Viertelstunde lang in diesem Duftbad.
Die dritte Variante sind Duftsteine, die Sie für ein par Euro in Bioläden erhalten. Diese Steine aus Gips, Keramik oder Ton sind porös und saugen das ätherische Öl auf. Der Vorteil: Sie können Diese Duftsteine überall platzieren wo Sie möchten und müssen keine Kerze im Auge behalten. Allerdings ist die Reichweite der Duftwirkung mit etwa einem Meter geringer als bei einer Duftlampe.
Mit diesen Ölen vertreiben Sie düstere Stimmungen:
Neroli: Zu den stark psychisch wirkenden Essenzen der Aromatherapie gehört das aus der Bitterorange gewonnene Neroliöl. Es ist ein ausgezeichnetes Antidepressivum, löst Ängste und gilt als natürlicher Tranquilizer. 
Lavendel Das ätherische Öl des Lavendels wirkt nicht nur beruhigend bei Nervosität, Reizbarkeit und  Ärger, es behebt auch melancholische Stimmungen und depressive Zustände. Verstärkt werden kann diese Wirkung durch die Kombination mit Neroli oder auch Bergamotte. 
Jasmin: Der Duft von Jasmin beeinflusst besonders die emotionale Ebene. Ängste werden besänftigt, ein schwindendes Selbstvertrauen wird wieder gestärkt und sich breit machender Pessimismus abgefangen.
Bergamotte: Das ätherische Öl der zur Familie der Citrusfrüchte gehörenden Bergamotte hilft besonders bei starken Gefühlsschwankungen, Stress und nervöser Anspannung. Es zeigt in der Duftlampe angewendet einen aufmunternden und stimmungsausgleichenden Effekt.
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Ilse Hanold aus Rudolfsheim-Fünfhaus | 20.10.2017 | 10:31   Melden
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Poldi Lembcke aus Ottakring | 20.10.2017 | 10:58   Melden
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Gerhard Woger aus Deutschlandsberg | 20.10.2017 | 13:01   Melden
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Ilse Hanold aus Rudolfsheim-Fünfhaus | 20.10.2017 | 13:42   Melden
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Renate Blatterer aus Favoriten | 20.10.2017 | 15:52   Melden
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Ilse Hanold aus Rudolfsheim-Fünfhaus | 20.10.2017 | 16:23   Melden
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