Mein Fluss: Lebensader der Region
Unsere Erlauf ist ein reiner Fluss

Die Erlauf: Einer der reinsten Flüsse Niederösterreichs. An manchen Stellen kann sie bedenkenlos getrunken werden.
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  • Die Erlauf: Einer der reinsten Flüsse Niederösterreichs. An manchen Stellen kann sie bedenkenlos getrunken werden.
  • Foto: Stefanie Brandstetter
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Im fünften Teil der Serie rund um den Fluss Erlauf gibt es einen großen Wasserqualitätscheck.

BEZIRK SCHEIBBS. Von der Kloake zum Trinkwasser? Das trifft auf den Großteil der niederösterreichischen Fließgewässer zu, aber nicht unbedingt auf unseren Erlauf-Fluss. Studiert man ehemalige Gewässergütekarten, bemerkt man, dass es um die Qualität der Erlauf zwar schon einmal schlechter stand, diese aber nie wirklich verschmutzt war.
Die Gewässergüte, die um die Jahrtausendwende von der EU-Wasserrahmenrichtlinie abgelöst wurde, unterteilt die Qualität der Flüsse in vier Stufen von "sehr gering belastet", über "mäßig belastet" und "stark verschmutzt", bis hin zu "übermäßig verschmutzt". Dabei fällt auf einer Gewässergütekarte von 1977 auf, dass während beinahe alle anderen Flüsse in Niederösterreich an manchen Stellen übermäßig verschmutzt waren, die Erlauf an wenigen Stellen maximal zwischen mäßig belastet und stark verschmutzt pendelte. Besonders am Unterlauf war die Erlauf belastet, was für das Leben im Fluss sicher auch nicht optimal war. Doch die Wasserqualität besserte sich seitdem zusehends. Auf einer Karte aus dem Jahr 1999 zeigt sich die Erlauf in derselben Qualität wie 2006. Die Verschmutzungen sind verschwunden. Am Oberlauf schwankte die Erlauf zwischen sehr geringer und mäßiger Belastung.

Vieles hat sich positiv verändert

"Seit 1977 hat sich sehr vieles zum Positiven verändert. Die Abwasserreinigungsanlagen wurden besser, Abwasserverbände wurden gegründet und das Abwasser von Firmen muss mittlerweile eine gewisse Qualität haben", sagt Franz-Walter Froschauer vom Amt der Niederösterreichischen Landesregierung. Derzeit wird an Wiedereinführung der Gewässergüte gearbeitet. Sie soll in Zukunft in einer neu angepassten Form erscheinen.

Wassergütekarte 2006: die Erlauf wenig bis mäßig belastet
  • Wassergütekarte 2006: die Erlauf wenig bis mäßig belastet
  • Foto: Land NÖ
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Messdaten der Erlauf

Einwohnerwert: 19.000
Wasserproben:

  • PH-Wert: 7,2
  • Ammonium-N (mg/l): 0,040
  • Nitrat-N (mg/l): 0,9
  • organ. Belastung BSB5 (mg/l): 1,5
  • Orthophosphat-P µ/l: 30

Johann Gruber kontrolliert regelmäßig das Wasser.
  • Johann Gruber kontrolliert regelmäßig das Wasser.
  • Foto: Philipp Pöchmann
  • hochgeladen von Roland Mayr

Wolfpassinger Klärwärter klärt über Wasser auf

Interview mit dem Wolfpassinger Klärwärter Johann Gruber:

Wie wird die Qualität des Wassers in der Kläranlage überprüft?
Hier gibt es einen Bescheid von der Wasserrechtsbehörde. Dabei müssen bestimmte Werte eingehalten werden wie zum Beispiel der Ammonium-Wert. Dabei dürfte man fünf Milligramm pro Liter haben. Wir haben ungefähr 0,1 Milligramm. Die Sollwerte unterschreibt man locker. Wir liegen da überall weit darunter.

Was wird noch überprüft?

Der Gehalt des Phosphats im Wasser wird auch noch überprüft. Außerdem wird der CSB-Wert kontrolliert. Da ist der chemische Sauerstoffbedarf des Wassers, der angibt wie verschmutzt das Wasser ist.

Hat das Coronavirus etwas an der Arbeit geändert?

Zurzeit fahren wir im Notbetrieb. Das heißt, dass sich statt zwei Mitarbeitern immer nur einer in der Kläranlage befindet. Wir wechseln uns im Wochentakt ab.

Was passiert mit dem Wasser nach der Reinigung?

Das Wasser läuft in der gleichen Menge in die kleine Erlauf ab. Dabei ziehen wir jeden Tag Proben. Zusätzlich zu Ammonium, Phosphat und CSB wird auch der Nitrat-Gehalt gemessen.

Weitere Infos erhält man auf www.meinbezirk.at/meinfluss.

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