AMS Schwechat mit guter Prognose für 2018

Gabriele Fälbl, Chefin des AMS Schwechat, bleibt optimistisch
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„Die Arbeitslosigkeit in Niederösterreich wird im kommenden Jahr weiter abnehmen und die Beschäftigtenzahlen werden steigen. Beides allerdings nicht mehr so deutlich wie in diesem Jahr“, so die Prognose der Geschäftsstellenleiterin des AMS Schwechat, Gabriele Fälbl. Neben der aktiven Arbeitsmarktpolitik des AMS ermöglichen diese Entwicklung ein zwar im Vergleich zu 2017 etwas schwächeres, aber doch robustes Wirtschaftswachstum und eine allmählich kleiner werdende Zahl von Arbeitskräften, die auf den heimischen Arbeitsmarkt drängen.
WirtschaftsforscherInnen rechnen damit, dass auch im kommenden Jahr die BIP-Veränderung klar jenseits der 2%-Marke liegen wird. So ist 2018 mit einem Wirtschaftswachstum von 2,4% (Synthesis Institut) bis 2,8% (WIFO) zu rechnen.

Mehr Arbeitskräfte

Gleichzeitig wird die Zahl der Personen, die dem niederösterreichischen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen zwar weiter steigen, aber bei weitem nicht mehr so stark wie in den Vorjahren. Während die Zunahme im Arbeitskräftepotenzial in den Jahren 2015 und 2016 jeweils bei 1,6% lag, ist diese Entwicklung seit 2017 mit einem Plus von 1,3% bzw. im Jahr 2018 mit voraussichtlich „nur“ 1,1% gebremst. In Summe werden im kommenden Jahr etwa 672.800 Arbeitskräfte dem niederösterreichischen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Das bedeutet gegenüber 2016 ein Plus 7.500 Personen (2017: +8.500; 2016: +10.200 Personen).
„Bereits 2017 ist deutlich spürbar, dass InländerInnen stärker als bisher an der positiven Beschäftigungsentwicklung teilhaben. Mit der Liberalisierung des Arbeitsmarktes im Jahr 2011 haben vor allem Bürgerinnen und Bürger aus benachbarten EU-Ländern für steigende Beschäftigtenzahlen in Niederösterreich gesorgt“, erklärt Fälbl.

Ungebrochene Arbeitskräftenachfrage

Das Arbeitsmarktservice Niederösterreich rechnet im Jahr 2018 mit einer anhaltend starken Nachfrage nach Arbeitskräften. „Erfreulich ist, dass der überwiegende Teil des Beschäftigungszuwachses auf Vollzeitstellen entfällt und von diesem Zuwachs arbeitslose Personen profitieren werden“, so die Leiterin des AMS Schwechat.


Weiterhin hohe Alters- und Langzeitarbeitslosigkeit

Die Zahl der älteren Arbeitslosen lag weiterhin über der des Vorjahres: 789 Personen im Alter von 50 + waren beim AMS als arbeitsuchend registriert, 14 Personen bzw. 1,8% mehr als im Jahr davor.

608 Personen waren im Jahr 2017 365 Tage oder länger vorgemerkt, die Zahl der langzeitarbeitslosen Personen war zwar entgegen dem Trend in Nö. zwar rückläufig, ist aber immer noch sehr hoch- mehr als jede/r vierte Arbeitslose war 2017 von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen.

Mit einem soliden Wirtschaftswachstum im Rücken gilt es im kommenden Jahr konsequent an den strukturell bedingten Problemen am Arbeitsmarkt zu arbeiten“, so Gabriele Fälbl abschließend.

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