19.10.2014, 10:45 Uhr

Fische aus unseren Gewässern: der Bachsaibling (Salvelinus fontinalis)

Das erste Bild zeigt ein Präparat eines Bachsaiblings, welches ich 2008 auf der Salzburger Messe bei der Weltmeisterschaft der Präparatoren aufgenommen habe.

Der Bachsaibling ist eigentlich, so wie die Regenbogenforelle, kein einheimischer Fisch.
Er gehört aber zur Familie der Salomoniden (Lachsfische) und wurde 1884 aus Nordamerika eingeführt.
Der Bachsaibling gilt als einer der schönsten und farbenprächtigsten Vertreter der Salmoniden. Ein besonderes Kennzeichen dieses Fisches sind seine Bauchflossen. Sie haben einen rot-orange gefärbten Saum mit weißem Rand, der sich durch einen schmalen schwarzen Streifen zum Rot der Flossen schön abgrenzt. Der Rücken des Bachsaiblings ist bräunlich marmoriert, sein Farbspiel kann allerdings von Population zu Population sehr stark wechseln. Er ist kulinarisch ein sehr guter Fisch. Er wird deshalb auch der Regenbogenforelle als Speisefisch vorgezogen und konnte sich auch in der Aquakultur bestens etablieren.
Entscheidend für das Wachstum der Saiblinge ist unter anderem die Gewässerbeschaffenheit. Nicht über 16°C kaltes Wasser, reines sauerstoffreiches Wasser und natürlich die Nahrungsmenge!
Er besiedelt bereits die Gewässer Europas, Asiens und natürlich die seines Heimatlandes in Nordamerika. Er lebt sowohl in fließenden als auch in stehenden Gewässern (wie z.B. Gebirgsseen).
Der Fisch wird selten über ein Kilogramm schwer. Die Durchschnittsgröße liegt in unseren Gewässern bei 35-40, maximal bei 60cm.
Der Bachsaibling bevorzugt keine Unterstände, wie z. B. unsere Bachforelle und eignet sich deshalb auch sehr gut zur Besiedlung unserer begradigten und rasch fließenden Bäche. Vor allem zum Besatz der Quellregionen unserer Gebirgsbäche.
Da er aber nicht zu den heimischen Arten gehört, sollte kein Besatz mit dieser Art stattfinden, um die bestehenden Ökosysteme nicht zu zerstören.
Ich, als Fliegenfischer, entnehme aus diesem Grund jeden Bachsaibling, aber auch deshalb weil er ausgezeichnet schmeckt.

Petri Heil Rudolf Thurner
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