04.09.2014, 14:17 Uhr

Bürgerinitiative erfolgreich: Pläne für den Simmeringer Hof stehen fest.

Wolfgang Neuhold und Ursula Unger von der Bürgerinitiative mit dem neuen Bebauungsplan

Nach 2.400 gesammelten Unterschriften, zahlreichen Informations- und Diskussionsrunden und Gesprächen mit dem Bezirk soll es eine Einigung geben.

"Am vergangenen Dienstag fand wieder ein Treffen bei Bezirksvorsteherin Renate Angerer statt. Dabei wurden uns vom Architekten zwei unterschiedliche Bebauungspläne des Grundstückseigentümers, der CA-Immo, für den Grünbereich am Simmeringer Hof präsentiert", erklären Ursula Unger und Wolfgang Neuhold von der Bürgerinitiative. "Das Gesprächsklima war angenehm kooperativ, wir können mit dem zweiten Vorschlag - bei einigen ergänzenden Zusicherungen, leben."

Zur Geschichte

2006 wurde der Grünbereich am Simmeringer Hof in Bauland umgewidmet und an die CA-Immo verkauft. 2013 wurde die Bürgerinitiative aktiv, Gespräche mit dem Bezirk, der Gebietsbetreuung, Infoveranstaltungen und Unterschriftenaktionen folgten. "Wir würden uns eine komplette Rückwidmung natürlich wünschen", meinte Wolfgang Neuhold von der Bürgerinitiative damals. Die aus rechtlichen Gründen natürlich nicht mehr möglich war. Renate Angerer setzte sich als Vermittlerin zwischen dem Grundeigentümer und der Bürgerinitiative ein und versprach: "Wir müssen einen Entwurf abwarten und setzen uns dann alle gemeinsam an einen Tisch und werden eine gute Lösung finden." Jetzt ist es so weit.

Zwei Entwürfe, eine Entscheidung

Bauplan 1: Ein winkelförmiges Gebäude ist BKL3, das knapp an der jetzigen Mauer zur Dittmanngasse errichtet werden soll, das aber auch dem Haus Dittmanngasse 2 viel von der Lebensqualität nimmt. "Zu nahe am Haus, zu wenig Schutz durch die Bäume, es müssten auch mehr der alten Bäume gefällt werden", erklät Ursula Unger. Außerdem: eine Feuerwehrzufahrt in der Dittmanngasse wäre nötig.
Bauplan 2: Bestehend aus zwei Gebäuden. "Das größere Gebäude ist zwar BKL 4, was uns nicht wirklich glücklich macht, aber die Lage ist besser und schonender für die Bäume - und es ist keine Feuerwehrzufahrt nötig. Deshalb ist diese Lösung für uns die erste Wahl", ergänzt Wolfgang Neuhold.
Bezirksvorsteherin Renate Angerer: "Ich bin glücklich, dass wir ein gutes Gesprächsklima und eine für alle Teile akzeptable Lösung gefunden haben." Jetzt wird in einigen kleineren Punkten noch nachgebessert. "Die Initiative möchte eine schriftliche Garantie, dass bei Plan 2 keine Feuerwehrzufahrt kommt. Dass mit den Bäumen schonend umgegangen wird und bei Ersatzpflanzungen möglichst große Bäume eingesetzt werden, ist selbstverständlich", ergänzt Angerer, die die ergänzenden Forderungen der Initiative bereits an die CA-Immo weitergeleitet hat.
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