Wildunfälle
Revier Hafnerberg-Peilstein beteiligt sich an Verkehrsfallwild-Projekt

Mitpächter Karl Fischer: Die Wildwarngeräte sind seitlich an den Begrenzungspflöcken der Straßenmeisterei angebracht.
  • Mitpächter Karl Fischer: Die Wildwarngeräte sind seitlich an den Begrenzungspflöcken der Straßenmeisterei angebracht.
  • Foto: Manfred Wlasak
  • hochgeladen von Manfred Wlasak

"Jeder Verkehrsunfall mit Wildtieren ist einer zu viel. Zum einen leiden verletzte oder getötete Tiere, zum anderen stellen derartige Kollisionen auch eine erhebliche Gefahr für Fahrzeuglenker dar!", sagt Jagdleiter Franz Grill.

HAFNERBERG/NÖSTACH (mw).  Deshalb haben er und seine Weidkameraden ihr Revier Hafnerberg-Peilstein bereits 2015 zur freiwilligen Teilnahme an einem Verkehrsfallwild-Projekt angemeldet. Das Projekt wurde vor mittlerweile elf Jahren vom Land NÖ und dem NÖ Landesjagdverband bei der Boku-Uni Wien in Auftrag gegeben. Projektassistent Wolfgang Steiner: "Von insgesamt rund 4.000 Niederösterreichischen Jagdrevieren sind derzeit über 400 im Boot. In Kooperation mit den Revierinhabern bzw. -Pächtern erarbeiten wir eine Strategie zur Wildunfall-Reduzierung und setzten sie gemeinsam um." Jagdleiter Franz Grill erklärt die Vorgehensweise: "Nach der Erstellung einer umfassenden Übersicht über die Straßensituation und der Erfassung des Verkehrsfallwildes der letzten Jahre fand eine Begehung durch Vertreter des Landes und der Projektbetreuer statt." Im konkreten Fall wird das rund 630 Hektar große Revier von zirka 5 Kilometern Landstraße durchschnitten. Auf den Strecken zwischen Nöstach/Thalhof und der Kranleiten Richtung Alland bzw. der Straße zum Hafnerberg ließen früher beispielsweise im Durchschnitt jährlich 16 Rehe ihr Leben bei Verkehrsunfällen. Aufgrund der Ausgangslage erstellte die Projektleitung einen Aufstellungsplan sowie eine Kostenaufstellung für die technischen Mittel. In erster Linie handelt es sich um sogenannte Wildwarn-Reflektoren.

Technische Mittel

Wolfgang Steiner: "Nur solche Reflektoren sind erlaubt und sinnvoll, die das Licht der Scheinwerfer seitlich ableiten." An strategischen Punkten empfehlen sich zusätzlich etwas teurere, solarbetriebene Wildwarn-Automaten, die neben der Lichtreflexion auch Piepstöne abgeben. Ein Drittel der Materialkosten bezahlt das Land NÖ, zwei Drittel berappen die Revierbetreiber. Jagdleiter Franz Grill: "Die Investitionssumme von 1.500 Euro für zirka 200 Reflektoren und 20 Automaten ist gut angelegt. Wir konnten die Fallwildzahlen um gut 50% senken!" Zu Tierschutz- und Sicherheitsaspekten kommt auch der wirtschaftliche Faktor. Das wertvolle Wildbret von verunfalltem Wild ist als Lebensmittel zumeist unverwertbar.

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