Bezirk Völkermarkt
Naturschutz kann mit kleinen Maßnahmen im Garten beginnen
- Georg Haimburger von der Naturschutzabteilung des Landes und Obfrau Doris-Grit Schwarz vom Verein Lebensraum Petzenland-Peca beim Bienen-Info-Point in St. Michael ob Bleiburg, wo unter anderem regionale Hecken gepflanzt sind.
- Foto: MeinBezirk.at/Petra Lammer
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Eine Blumenwiese, eine „ungemähte“ Ecke im Garten als Schutz für Tiere sowie heimische Hecken und Streuobstwiesen – Anliegen für Naturschutz, die zusammengezählt viel bewirken können.
BEZIRK VÖLKERMARKT, FEISTRITZ OB BLEIBURG. Was Naturschutz und Naturschutzflächen betrifft, sei der Bezirk Völkermarkt sehr gut aufgestellt, bescheinigt Georg Haimburger, Sachgebietsleiter in der Naturschutzabteilung des Landes Kärnten. Neben der Kombination von Ackerbau und Bewirtschaftung im Einklang mit Naturschutzmaßnahmen sind vor allem private sowie öffentliche kommunale Flächen ein essentieller Bestandteil, um zum Arten- und Lebensraumschutz beizutragen.
Zusammenarbeit
In der Gemeinde Feistritz ob Bleiburg arbeitet Georg Haimburger zum Beispiel mit dem Verein Lebensraum Petzenland-Peca zusammen, indem Projekte unterstützt werden. Ein Kooperationspartner des Vereins ist der Naturgarten/Naravni vrt Silan in Lettenstätten. Ein Beispiel, das Artenvielfalt fördert. Hubert und Helga Silan geben mit ihrem Schaugarten auch Information und Inspiration für alle Gartenbegeisterten, die sich anschließen und die Natur in ihrer eigenen blühenden Oase fördern möchten.
Heimische Hecken
„Ein sehr wichtiger Schwerpunkt ist, autochtone, heimische Arten von Hecken wieder zu vermehren – auch zur Bekämpfung der Neophyten, die vielerorts bereits Probleme verursachen“, erklärt Haimburger. „Aus allen Bezirken werden Samen entsprechender Pflanzen gesammelt und Interessierte können sie zu bestimmten Ausgabetagen abholen. Sofern es das Budget zulässt, sind auch zum Teil Förderungen für private Projekte möglich.“
Schutz und Lebensraum
Legt man mit regionalen Hecken den Grundstein, kann man auch weiter ins Detail gehen – mit speziellen blühenden Hecken, mit Vogelhecken oder als Anziehungspunkte für Schmetterlinge. „Der Naturgarten/Naravni vrt Silan ist eine Ausgabestelle für regionale Gehölze, hier gibt es auch einmal im Jahr einen Heckentag“, erklärt Doris-Grit Schwarz, Obfrau des Vereins Lebensraum Petzenland-Peca. Im öffentlichen Raum erfüllen Hecken auch wichtigen Erosionsschutz.
Blumen und Obst
Doris-Grit Schwarz legt auch einen Schwerpunkt auf Bienen- und Wildblumenwiesen: „Hier möchten wir die Leute für mehrjährige Blumenwiesen sensibilisieren. Es dauert zwar länger, bis sie voll blühen, aber man muss nicht jedes Jahr nachsähen“, erklärt sie. „Klassische“ Blumenwiesen und vor allem Streuobstwiesen sind wertvolle Lebensräume. Schwarz appelliert, bei den Obstbäumen alte, heimische Sorten zu pflegen und die zu erhalten: „Alte Speckbirnen zum Beispiel, oder Hauszwetschken.“ Haimburger ergänzt: „Streuobstbäume sind auch der wertvollste Lebensraum für Zwergeulen. Das ist das erfolgreichste Artenschutzprojekt der vergangenen Jahre, heuer gibt es wieder 51 Brutpaare.“
Garten-Oase
Haimburger und Schwarz richten einen Appell an die Gemeinschaft: „Jeder kleine Beitrag, den man selbst leisten kann, ist wertvoll für das Gesamte.“ Eine kleine Maßnahme im eigenen Garten ist zum Beispiel eine „Natur-Ecke“, ein Platz, der seltener gemäht wird und damit vielen Tieren Unterschlupf und Nahrung bietet. Igel, zum Beispiel, stehen bereits auf der "Roten Liste" der bedrohten Arten. „Kleine Lebensräume kann jeder selbst schaffen.“
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