08.09.2014, 21:50 Uhr

Hat Handwerk noch goldenen Boden?

Goldschmiedemeisterin Carmen Bauer
In der heutigen Zeit verwundert es nicht, dass viele alte Handwerksberufe vom Aussterben bedroht sind. Einer dieser Berufe ist der Goldschmied. Eine der letzten Vertreterinnen der Goldschmiedekunst im Bezirk, ist Carmen Bauer. Sie absolvierte ihre Ausbildung an der Fachschule für Gold- und Silberschmiede der HTBL Ferlach, legte die Meister – u. Unternehmerprüfung ab und führt seit 2009 ihr eigenes Geschäft mit Werkstatt in Eberndorf.

Unsichere Zukunftsaussichten

Oft fällt das Argument dass Jugendliche kein Interesse mehr am Handwerk haben. Bauer wendet ein, „Es hat nichts mit fehlendem Interesse am Handwerk zu tun, sondern damit dass Jugendliche ganz genau schauen mit welchen Berufen sie gute Zukunftsaussichten haben.“

„90 Prozent der Goldschmiede sind Ein-Personen-Unternehmen und haben einfach nicht genug Umsatz um Lehrlinge auszubilden oder Gesellen anzustellen“, erklärt Bauer. „Wenn man den Beruf machen will, muss man sich darüber im Klaren sein, dass es schwer sein kann eine Stelle im eigenen Bundesland zu finden“, und ergänzt, „Mir würde aber das Herz bluten wenn jemand der ein Talent für diesen Beruf hat sich von diesen Unsicherheiten davon abhalten lässt ihn zu ergreifen.“

Steckbrief

Name: Carmen Bauer
Alter: 42
Wohnort: St. Kanzian
Beruf: Goldschmiedemeisterin und Unternehmerin
Familienstand: In Lebenspartnerschaft
Hobbies: Pferde, Reiten
Website: http://www.goldfingers.at/
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