14.10.2014, 12:59 Uhr

Museumsgütesiegel für das archäologische Pilgermuseum

Von 8.10. – 11.10.2014 fand in Bregenz der 25. Österreichische Museumstag mit dem Titel „Die Gegenwart als Chance. Museen als Verhandlungsorte und Aktionsfelder für soziale Verantwortung und gesellschaftlichen Wandel“ statt.
Ein bedeutender Bestandteil jedes Museumstages ist die Verleihung des Österreichischen Museumsgütesiegels, welche nun bereits zum 12. Mal stattgefunden hat.
Das Österreichische Museumsgütesiegel wurde von ICOM Österreich (International Council of Museums) gemeinsam mit dem Museumsbund Österreich erarbeitet, da die Bezeichnung „Museum“ in Österreich durch kein Gesetz definiert und daher nicht geschützt ist.

Dieses Jahr wurde das Museumsgütesiegel an 40 heimische Museen bis 2019 verliehen und es wurden 83 Museumsgütesiegel bis 2019 verlängert. Insgesamt tragen nun 223 österreichische Museen das Museumsgütesiegel.
Weitere Informationen unter: http://www.museumsbund.at/museumstag.php


Es freut uns außerordentlich, dass das Archäologische Pilgermuseum Globasnitz als einziges Kärntner Museum mit dem Österreichischen Museumsgütesiegel als Anerkennung für die erfolgreiche und engagierte Museumsarbeit ausgezeichnet wurde.
Univ.-Prof. Dr. Franz Glaser, der langjährige wissenschaftliche Leiter des Archäologischen Pilgermuseums Globasnitz und der Ausgrabungen auf dem Hemmaberg, nahm die Auszeichnung im Rahmen einer Festveranstaltung im vorarlberg museum entgegen.


ForscherInnen fanden im Siedlungsgebiet von Globasnitz bedeutende Spuren europäischer Vergangenheit, welche im Archäologischen Pilgermuseum in Globasnitz präsentiert werden. Fünffarbige Mosaike schmückten einst die Kirchenböden des frühchristlichen Wallfahrtsortes auf dem Hemmaberg. Große Teile dieser Mosaike sind im Museum ausgestellt. Ebenfalls aus der Zeit, in der Kärnten zum Ostgotenreich gehörte (493-536), stammt ein Gräberfeld, das vor einigen Jahren in Globasnitz in seiner Gesamtheit ausgegraben wurde. Anhand der Skelette von Frauen und Männern werden die Bestattungssitten jene Zeit und die Arbeit der Archäologen/Archäologinnen erklärt. Seltene und kostbare Funde dokumentieren jahrtausendealte Kärntner Geschichte.
www.museum-globasnitz.at

Heuer wurde 40 österreichischen Museen das Museumsgütesiegel bis 2019 verliehen, 11 Anträge mussten leider aufgrund der Nichterfüllung von Kriterien abgelehnt werden. Das Museumsgütesiegel von 83 Museen wurde für weitere fünf Jahre verlängert. Fünf Gütesiegel wurden ruhend gestellt, drei aberkannt.

Dazu Juryvorsitzender WoIfgang Meighörner, Direktor Tiroler Landesmuseen: „Das Museumsgütesiegel ist ein international als vorbildlich anerkanntes Instrument zur Qualitätssicherung im Museumswesen. Dieses Jahr haben wir eine besonders große Anzahl von Neueinreichungen: 51 Museen haben sich um das Gütesiegel beworben. Nach intensiver Begutachtung und Prüfung vor Ort konnten wir 40 Einrichtungen das Gütesiegel bis 2019 verleihen. Dass 11 Bewerbungen abschlägig beschieden wurden, macht deutlich, dass die Messlatte hoch liegt. Das ist gut und wichtig, um den Wert des Gütesiegels auch künftig in unser aller Interesse und vor allem im Interesse der Besucherinnen und Besucher auf hohem Niveau zu halten.“


Foto im Anhang: Verleihung Museumsgütesiegel Globasnitz 2014 ( Fotocredit: Cornelia Hefele, corneliahefele.com)
v.l.: Dr. Wolfgang Meighörner, Direktor Tiroler Landesmuseen; Univ.-Prof. Dr. Franz Glaser, Kustos für provinzialrömische Archäologie und Antike Numismatik des Landesmuseums für Kärnten; Dr. Wolfgang Muchitsch, Direktor Universalmuseum Joanneum; Mag. Udo Wiesinger, Museum Arbeitswelt Steyr;
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