29.06.2017, 10:54 Uhr

Eisenkappel: Kindergartenumbau sorgt für Diskussion

Der Umbau des Kindergartens verschiebt sich weiter nach hinten

Beim Kindergartenumbau kommt es zu weiteren Verzögerungen. Vizebürgermeisterin Lobnik möchte prüfen lassen, ob ein Neubau finanziell attraktiver wäre als ein Umbau.

EISENKAPPEL-VELLACH. Gestern tagte der Gemeinderat von Eisenkappel- Vellach zum zweiten Mal in diesem Jahr. Die dominierenden Themen der Sitzung waren der Umbau des örtlichen Kindergartens und die Belebung des Hauptplatzes.

Einen Neubau vorziehen

Für Diskussion sorgte vor allem die Absetzung der Tagesordnungspunkte "Finanzierungsplan Kindergarten" und "Vergabe der Arbeiten für den Kindergarten Um- und Zubau", die von der SPÖ und der ÖVP beantragt wurde. "Ich habe Angst, dass vieles durch die weitere Verzögerung der Planung nicht umgesetzt werden kann. Das wäre ein großer Verlust für die Gemeinde", gab Bürgermeister Franz Josef Smrtnik (EL) zu bedenken. "Niemand will das Projekt sterben lassen. Aber es ist wichtig es nochmals zu überdenken. Wir machen das für unsere Kinder, deshalb soll der Kindergarten auch langfristig halten und nicht alle zwei Jahre repariert werden müssen", so Markus Korotaj (ÖVP). Vizebürgermeisterin Elisabeth Lobnik (SPÖ) gab zu bedenken, dass die Kosten für den Kindergartenumbau bereits um einiges höher seien als geplant: "Deshalb sollte man darüber nachdenken, dem Umbau einen Neubau vorzuziehen. Weshalb wir auch fordern, dass dies durch einen Sachverständigen geprüft wird." Derzeit ist der Kindergarten in der ehemaligen Volksschule untergebracht.

Arztpraxis am Hauptplatz

Auch die Ortskernbelebung ist in der Gemeinde Eisenkappel-Vellach ein wichtiges Thema. Die Wirtschaftstreibenden des Hauptplatzes haben sich bei der Gemeinderatssitzung versammelt um diesbezüglich eine Petition vorzutragen. Durch die geplante Verlegung der Arztpraxis vom Hauptplatz in die Volksschule sei der Wirtschaftsstandort Hauptplatz gefährdet. "Die Besucherfrequenz am Platz hat deutlich nachgelassen, seit Doktor Jelen seine Praxis geschlossen hat, was bei uns allen für Umsatzrückgänge gesorgt hat. Deshalb wäre es wichtig, wieder einen Arzt am Platz zu haben", so Marianne Lamprecht, Inhaberin eines Friseursalons.
Auch die optische Verschönerung des Hauptplatzes liegt den Wirtschaftstreibenden am Herzen: "Viele Schaufenster in der Gemeinde sehen sehr verwahrlost aus. Das fällt vor allem den Tagesgästen auf. Daran muss dringend gearbeitet werden", so Hans Moritz, der Sprecher der Initiative.

ZUR SACHE:

Die Kindergartenkinder sind derzeit in der alten Volksschule untergebracht.
Dort sollen neun Wohnungen, eine Arztpraxis und Büroräumlichkeiten entstehen. Aufgrund der Verzögerung bei der Sanierung des Kindergartens, verzögert sich auch der Umbau der Volksschule.
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