Chef kündigte weil schwanger
AK sichert Kellnerin 9.000 Euro
- AK sichert 9.000 Euro für Kellnerin
Als die Frau schwanger wird, kündigt ihr Chef ihr einfach - Foto: getty images
- hochgeladen von Isabelle Cerha
Chef kündigt Mitarbeiterin, nachdem er erfährt dass sie schwanger ist. AK Vorarlberg hat aufgeklärt und geholfen.
Frau B. ist als Kellnerin in einem Gastronomiebetrieb tätig. Als sie erfährt, dass sie schwanger ist, teilt sie das ihrem Arbeitgeber mit. Da sie ihre Arbeitsrechte nicht kennt, fragt sie ihn, was nun zu tun sei. Der Arbeitgeber nutzt die Situation aus: Er teilt Frau B. mit, dass er sie aufgrund der Schwangerschaft nicht mehr beschäftigen kann und sie damit nun gekündigt sei.
Karenz-Beratung deckte auf
Einige Zeit später kommt Frau B. zur Karenz-Beratung in die AK Vorarlberg. Dabei kommt ans Licht, dass die Auflösung des Arbeitsverhältnisses während der Schwangerschaft rechtswidrig war.
AK bringt Klage ein
Die AK Expertin wendet sich umgehend an den Arbeitgeber. Da dieser jedoch keine Einsicht zeigt, bringt die AK Vorarlberg Klage bei Gericht ein. Erst jetzt reagiert er: Frau B. erhält ihren Job zurück und bekommt den entgangenen Lohn in Höhe von 2.000 Euro nachgezahlt. In weiterer Folge erhält sie ein um rund 3.100 Euro höheres Wochengeld und ein um rund 3.900 Euro höheres Kinderbetreuungsgeld.
AK Präsident Bernhard Heinzle findet klare Worte:
„Schwangere stehen in Österreich unter besonderem Schutz – und das aus gutem Grund! Ein Verhalten wie dieses ist völlig intolerabel. Wenn ein Arbeitgeber nicht einsichtig ist, bringen wir das konsequent vor Gericht.“
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