Moderne Mobilität
Braucht es mehr Carsharing-Angebote in Währing?

Das E-Carsharing-Konzept der Wiener Linien kommt gut an. Seit 2023 gibt es in Wien 100 Autos.  | Foto: Wiener Linien/Robert Peres/Stephan Doleschal
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  • Das E-Carsharing-Konzept der Wiener Linien kommt gut an. Seit 2023 gibt es in Wien 100 Autos.
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Angebote zum Teilen von Autos werden immer wichtiger und haben mehrere Vorteile. In Währing stagniert der Ausbau aktuell.

WIEN/WÄHRING. Ein eigenes Auto ist für viele ein Traum und mag sich wie eine Erleichterung anfühlen. Besitzt man jedoch eines, hat man unter anderem mit steigenden Erhaltungskosten, Staus und der Parkplatzsuche zu kämpfen. So müssen neue Mobilitätsmöglichkeiten her oder bisherige Alternativen ausgebaut werden. "Ich glaube, dass die Zukunft darin liegt, dass wir vor allem in der Stadt intelligente Systeme zum Teilen von Autos haben", sagt Bezirksvorsteherin Silvia Nossek (Grüne).

In Währing gibt es aktuell zwei Stationen von Wien Mobil Autos – eine in der Währinger Straße 75 und eine in der Simonygasse 12. Für Nossek ist das aber keinesfalls ausreichend. Bestimmte Situationen, wie etwa ein Umzug, erfordern ein Auto. Durch Autoteil-Systeme hat man so jederzeit ein Fahrzeug, auch wenn man kein eigenes besitzt. "In einer Besprechung mit den Wiener Linien habe ich sehr darauf gedrängt, dass sie mehr Standorte in Währing machen. Der am Gürtel gehört zu den am meisten genutzten in Wien", sagt Nossek.

Private Autos veraltet?

Dass das Teilen von Autos beliebt ist, bestätigen auch die Wiener Linien: "Die Wien Mobil-Flotte ist allgemein sehr gut ausgelastet. Die Autos sind im Schnitt über fünf Stunden täglich im Einsatz und werden für durchschnittlich 50 Kilometer pro Fahrt genutzt." Die Stehzeit von privaten Pkws sei um ein Vielfaches höher.

In der Währinger Straße 75 und eine in der Simonygasse 12 gibt es jeweils eine Station von WienMobil Auto.  | Foto: Zoom.vp.at
  • In der Währinger Straße 75 und eine in der Simonygasse 12 gibt es jeweils eine Station von WienMobil Auto.
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An einen Ausbau von Stationen denke man in Währing allerdings nicht. "Bei der Schaffung von Stationen werden unterschiedliche Faktoren berücksichtigt, unter anderem die Bevölkerungsdichte. Die Stationen Gersthof und Dänenstraße bedienen auch Gebiete oberhalb des Gürtels", heißt es seitens der Wiener Linien. "Das gehört dringend ausgebaut. Was immer ich tun kann, um da Druck zu machen, mache ich", sagt Nossek.

Vor allem die Randgrätzl Währings sind auf Teilsysteme, wie "Mikro-ÖV-Systeme", angewiesen. Darunter versteht man ein Anruf-Sammeltaxi, das über eine App funktioniert. Ein derartiges Angebot im 22. und 23. Bezirk befindet sich allerdings erst im Probebetrieb. Neben den Wiener Linien bieten private Firmen, wie etwa Share Now, Autos zum raschen und unkomplizierten Mieten an. Hier gibt es aber keine fixen Stellplätze und man muss auf ein freies Auto in der Nähe hoffen. Eine Portion Glück spielt dabei sicherlich stets eine Rolle.

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