Holz
Holzrad: Auf den Leib gefräst

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Aluminium, Carbon, Titan: Das sind die modernen Materialien, aus denen belastbare Fahrrad-Rahmenkonstruktion hergestellt werden. Aber nicht beim Rennrad von Extremradfahrer und dreifachen Weltrekordhalter Stefan Wagner aus Waidhofen. Er setzt jetzt auf Holz.

WAIDHOFEN.  "Holz ist dafür ideal. Es bringt die nötige Steifigkeit, vergleichbar mit Aluminium oder Carbon, und der Naturwerkstoff absorbiert zugleich lästige Vibrationen oder Erschütterungen besser als andere Materialien. Hat also beste Dämpfungseigenschaften und lässt sich maßanfertigen und damit jeder Körpergröße anpassen", so Waidhofner Stefan Wagner. Auch vom Gewicht von etwa acht bis neun Kilo kann das Holzrad mit herkömmlichen Rennrädern mithalten.

Rad als Maßanzug

"Wie bei Skiern werden die Fahrradrahmen um einen Holzkern meist aufgebaut. Dabei kommt ein aus der Skiherstellung bewährtes Harzklebesystem zum Einsatz. Die äußeren Holzschichten bestehen aus Kernesche, weil diese langlebig ist", erklärt der Extremradfahrer. Die Holzkonstruktion wird statisch optimiert und noch innen hohlgefräst. Das spart Gewicht. Mit dem Holz-Rennrad hat der Waidhofner 2019 einiges vor: "Am Plan stehen Race Across Italy, ein Rennen über 775 Kilometer, der nächste Weltrekordversuch mit 3.000 Radrunden in Leipzig und die Qualifikation zur Weltmeisterschaft in Amerika", verrät Stefan Wagner und schwingt sich auf "My Esel", sein Holz-Rennrad.

Zur Sache

Der Waidhofner Stefan Wagner ist aktuell dreifacher Rekordhalter im Extremradfahren: 2018 schaffte er den 48-Stunden-Ergometer-Weltrekord, den 48-Stunden-Höhenmeter-Rekord in Sonntagberg und schaffte zehn Mal den Ötztaler Radmarathon – auch ein Weltrekord.

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