22.10.2014, 10:00 Uhr

Gedenkakt: 70. Todestag der "Kinder von Etzelsdorf"

(Foto: Katarzyna Dzidt / Paul Zsolnay Verlag Wien)
PICHL/WELS (nl). Anlässlich des 70. Todestages der "Kinder von Etzelsdorf" findet am 2. November um 17 Uhr im Pfarrhof eine Lesung statt. Martin Pollak lest aus seinem 2014 erschienenen Buch „Kontaminierte landschaften“ vor. Um 20 Uhr findet am Friedhof ein Gedenkakt mit LR Max Hiegelsberger und dem Botschafter der Republik Polen in Österreich, Artur Lorkowski statt. Im Anschluss gibt es einen kleinen Imbiss und ein Gespräch mit dem Autor. Vor 70 Jahren, im Sommer 1944, wurden die ersten 38 der insgesamt 70 Säuglinge in das „Fremdvölkische Kinderheim Schloss Etzelsdorf“ der nSV in Pichl bei Wels gebracht. die Kinder hatte man ihren Müttern – slawischen Zwangsarbeiterinnen – weggenommen, wenige Monate später waren 13 von ihnen an Hunger und Kälte gestorben. Seit 2005 erinnert eine Gedenkstätte am Friedhof Pichl an das Schicksals der überwiegend polnischen Zwangsarbeiterinnen und ihrer Kinder während der NS-Diktatur. Eintritt: 5 Euro, für Paare 8 Euro und für Jugendliche 3 Euro.
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