24.01.2018, 12:02 Uhr

Gemeinsam für den Lokalbahn-Erhalt

Andreas Lindorfer (Rohrbach-Berg), Sigrid Grubmair (Pettenbach), Severin Mair (Eferding) und Walter Höllhuber (PWW). (Foto: ProWelsWest)

Ortschefs wollen gemeinsam mit ProWelsWest Druck auf Land ausüben.

BEZIRK. Die Zukunft mehrerer oberösterreichischer Lokalbahnen ist derzeit ungewiss. Denn mit Ende 2019 läuft der Vertrag zwischen dem Land und den ÖBB über den Betrieb der Linien aus. Gemeinsam mit Walter Höllhuber von der Initiative ProWelsWest haben sich daher jetzt mehrere Bürgermeister formiert, um Erhalt, Absicherung und Ausbau ihrer Lokalbahnen sicherzustellen. "Die Verkehrsentwicklung in Oberösterreich hat in den letzten Jahren so drastisch zugenommen, dass eine Entlastung nur über die Schiene erfolgen kann", mein Höllhuber. Oberstes Ziel von ProWelsWest sei es daher, die Infrastruktur von Bahn und Straße im Umfeld von Wels, aber auch im oberösterreichischen Zentralraum abzusichern, Planungssicherheit zu geben und damit eine positive Entwicklung zu ermöglichen.

Almtalbahn mit Tourismusprojekt aufwerten

Hinter Höllhuber stehen die Pettenbacher Vizebürgermeisterin Sigrid Grubmair (ÖVP, Almtalbahn), der Eferdinger Bürgermeister Severin Mair (ÖVP, Aschacherbahn) und Rohrbach-Bergs Bürgermeister Andreas Lindorfer (ÖVP, Mühlkreisbahn). Grubmair will mit einem parteiübergreifenden EU-Leaderprojekt versuchen, die Almtalbahn zu attraktivieren. Das soll mit dem Tourismusprojekt "CO2-neutrales Urlauben in der Grünau" gelingen, an dem auch die Deutsche Bahn Interesse bekundet hat. Mair kritisiert vor allem die desolaten Zustände des Eferdinger Bahnhofes und wünscht sich für die Aschacherbahn wieder mehr Personenverkehr. Lindorfer fürchtet gar, dass seine Region vom öffentlichen Bahnverkehr abgehängt wird. Um als Wohnort attraktiv zu bleiben, brauche es aber auch gute Bahnverbindungen.

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