27.09.2014, 16:23 Uhr

Theorieunterricht und praktisches Arbeiten in den Werkstätten bringt‘s

Bildungsberater Stefan Mülleder: „HTL ist Ausbildung auf höchstem Niveau!“ Die Kombination von Theorieunterricht und praktischem Arbeiten in Labor oder Werkstatt wird von der Wirtschaft stark nachgefragt. (Foto: HTL Wels)

HTL Wels: Lernen fürs (Berufs)Leben

WELS. „Nicht für die Schule lernen wir, sondern fürs Leben.“ Dieser Sat4z (in bewusster Umkehrung eines Seneca-Zitates) wird an der HTL Wels großgeschrieben. „Die HTL ist von allen Schultypen der, der am praktischsten auf das Berufsleben vorbereitet“, sagt Bildungsberater Stefan Mülleder. Dazu zählt neben dem Theorieunterricht vor allem das praktische Arbeiten in den Werkstätten und Labors. „Es ist genau diese duale Ausbildung auf hohem Niveau, die unsere Absolventen bei den Firmen so begehrt macht.“

Bereits in der Schulzeit werden vielfältige Kontakte zur heimischen Wirtschaft geknüpft, etwa beim alljährlichen „Tag der Wirtschaft“ im April, bei dem sich Dutzende von Unternehmen in der Schule präsentieren. Während der fünfjährigen schulischen Ausbildung sind zwei Praktika Pflicht, also sogenannte facheinschlägige Ferialjobs bei Firmen, die des Öfteren von der HTL vermittelt werden. Hier kann das Erlernte in der Realwirtschaft umgesetzt werden. „Die Rückmeldungen der Unternehmen sind weitestgehend positiv, weil unsere Schüler durch die guten theoretischen und praktischen Vorkenntnisse gleich direkt eingesetzt werden können“, weiß der diplomierte Chemiker Mülleder, der selbst eine Maschinenbau-HTL besucht hat.
Am intensivsten ist die praktische Erfahrung bei den Diplomarbeiten in der Maturaklasse, die meist in Kooperation mit heimischen Unternehmen erstellt werden. „Dabei werden so enge Kontakte zwischen Schüler und Firma geknüpft, dass viele nach der Matura gleich dort anfangen können“, so Mülleder. Außerdem werden die Arbeiten bei einer öffentlichen Veranstaltung in der Wirtschaftskammer vor Unternehmern präsentiert.

Exkursionen zu facheinschlägigen Betrieben und Forschungseinrichtungen, etwa zum weltgrößten Teilchenbeschleuniger CERN bei Genf in der Westschweiz, runden das Programm ab, ergänzt durch internationale Kooperationen mit Schulen und Universitäten wie Cluj-Napoca in Rumänien.
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