22.03.2016, 14:00 Uhr

Donaukanal: Stiege ist noch immer zu steil

Steil wie ein Schanzentisch beim Skispringen: Michael Ulrich auf der Stiegenrampe zum Donaukanal an der Rossauer Lände. (Foto: bz)

Rollstuhlfahrer klagen über zu steile Stiege am Donaukanal. Für den Lift braucht man einen Fahrschein.

ALSERGRUND. Der Zugang von der Rossauer Lände zur "einen Stock tiefer" gelegenen Promenade am Donaukanal bleibt eine gefährliche Hürde für Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen. Da seitens der für Brückenbau zuständigen MA 29 keine Änderungen vorgenommen werden, bleibt den Betroffenen nur der illegale Weg. Dieser führt nur über den Aufzug bei der U4-Station, wobei dort aber Fahrscheinpflicht gilt. Wer in eine Kontrolle gerät und kein Ticket bzw. keine Jahreskarte hat, muss für den einzig sicheren Weg zum Wasser Strafe zahlen.
Sportler Michael Ulrich: "Die für Rollstühle und Kinderwagen vorgesehenen Rampen auf den Stiegen sind viel zu steil. Ohne kräftige fremde Hilfe kommt da keiner rauf oder runter."
SP-Bezirksvizechef Thomas Liebich: "Dann bleibt nur der Aufzug bei der Station. Wir dürfen das aber nicht auf die Infotafeln schreiben."
Wiener-Linien-Sprecher Michael Unger: "Sobald jemand die Station betritt, braucht er einen gültigen Fahrausweis. Wir verstehen das Problem, können aber nicht gegen unsere eigenen Bestimmungen handeln."

An den Bezirk wenden

Sollte der Fall eintreten und ein Rollstuhlfahrer oder eine Mutter mit Kinderwagen am Weg vom oder zum Donaukanal in eine Fahrscheinkontrolle geraten, kann er oder sie sich an das Alsergrunder Bezirksamt wenden. Liebich: "Wenn es wirklich hart auf hart geht, dann helfen wir gerne."
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