11.04.2016, 18:19 Uhr

Neue Herausforderungen für Elie Rosen

Erste offizielle Amtshandlung Rosens bildete am 4. April 2016 der Empfang der neu akkreditierten Botschafterin des Staates Israel Talya LADOR-FRESHER in der Grazer Synagoge. (Foto: zVg)

Präsident der Jüdischen Gemeinde Baden wird Geschäftsträger für Steiermark, Kärnten und das südliche Burgenland

BADEN. Der Präsident der Jüdischen Gemeinde Baden und Vizepräsident des Bundesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden Österreichs, MMag. Elie ROSEN, wurde vom Präsidenten der Israelitischen Religionsgesellschaft mit Wirksamkeit zum 20. März 2016 als Geschäftsträger der Jüdischen Gemeinde Graz und dem damit verbundenen Zuständigkeitsbereich für die Bundesländer Steiermark, Kärnten sowie dem südlichen Burgenland eingesetzt. Dem vorangegangen war der Rücktritt von Rosens Grazer Vorgängerin Dr. Ruth Kaufmann und jahrelange interne Differenzen in Graz. Rosen soll aufgrund seiner jahrzehntelangen Erfahrungen in der Führung jüdischer Organisationen so insbesondere der Jüdischen Gemeinde in Baden nunmehr auch dem jüdischen Leben in Graz Stabilität zurückgeben.

Erste offizielle Amtshandlung Rosens bildete am 4. April 2016 der Empfang der neu akkreditierten Botschafterin des Staates Israel Talya LADOR-FRESHER in der Grazer Synagoge. Neben einer Führung durch Synagoge, Amtshaus und die Holocaustausstellung standen dabei vor allem aktuelle Themen der jüdischen Gemeinden in Österreich, Israel und der aufkeimende Antisemitismus sowie das Verhältnis Israel und die Diaspora im Vordergrund der Gespräche.

Graz zählte mit rd. 1.700 jüdischen Bürgern mit Baden bis 1938 zur größten jüdischen Gemeinde außerhalb der Bundeshauptstadt Wien. Im Jahre 2000 wurde die dortige Synagoge als imposanter Glaskuppelbau wieder errichtet und von Bundespräsident Dr. Thomas Klestil zum Jahrestag des Novemberprogroms eröffnet. Sie bildet seither das Zentrum des jüdischen Lebens in der Steiermark, Kärnten sowie dem südlichen Burgenland.
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