24.06.2016, 20:25 Uhr

Zweijährige Bausperre für Badplatz!

BAD VÖSLAU. Vor sehr viel Publikum hat gestern, am 23. Juni, der Vöslauer Gemeinderat eine Bausperre über das Gal-Grundstück am Badplatz verhängt. Der entsprechende Antrag war von der Liste Flammer überraschend auf die Tagesordnung gehievt worden, nachdem die Opposition geschlossen den Ankauf des Grundstückes durch die Gemeinde verlangt hatte.
Dem Antrag der regierenden Liste Flammer stimmten alle Mandatare zu. Die Sprecherin der geeinten Opposition, Eva Mückstein (Städträtin der Grünen) hat den Antrag der Liste Flammer gar als "Geschenk" bezeichnet. Wenngleich sie sich über die "Überraschung" wunderte, denn "bis vor zwei Stunden war ja nicht klar, wie die Liste sich verhalten wird, mir hat das schlaflose Nächte gekostet."
Die Recherchen der Opposition hatten unter anderem ergeben, dass der neue Eigentümer, die Baufirma Jury, noch gar nicht im Grundbuch eingetragen war. Dass schon Skizzen einer großzügigen Verbauung auftauchten, ebenso wie auf einer Internetseite kurzzeitig das Projekt "Villa Pereira" mit 35 Wohnungen um 1,89 Millionen zum Verkauf stand und dann wieder verschwand.
Diskutiert wurde auch über einen Passus im Grundbuch, demzufolge die Gemeinde seit 1939 das Recht habe, über die Verbauung zu bestimmen. Damals gab es allerdings noch keinen Flächenwidmungs- oder Bebauungsplan.
Insgesamt verlief die Diskussion - nur gelegentlich von Applaus aus dem Publikum unterbrochen - in sachlichen Bahnen.
Dem ursprünglichen Antrag der Opposition, das Grundstück zu kaufen, wurde nur noch von Teilen der Opposition zugstimmt.
Über die "zweijährige Bausperre, eine Nachdenkphase, innerhalb derer auch Bebauungsbestimmungen geändert werden könnten" zeigte sich der als Eigentümer auftretende Anton Jury allerdings "not amused". Er kritisierte die Gemeinde, deren Vertreter ihm gegenüber stets behauptet hätten, man könne Teile des Areals um die denkmalgeschützte Villa Pereira verbauen, speziell die Hanglage.
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