04.05.2016, 16:30 Uhr

Ennsdorf: "Nahversorgung ist weiterer Lückenschluss"

Neben der B123 soll im Ortsteil Windpassing ein Nahversorger für Ennsdorf entstehen.

Die Gemeinde befindet sich derzeit in Verhandlungen mit dem Rewe-Konzern für eine Billa-Filiale.

ENNSDORF, ERNSTHOFEN (km). Seit rund 15 Jahren mussten die Bürger der Gemeinde Ennsdorf für den täglichen Einkauf in die Nachbargemeinden fahren. Nun scheint es, dass das Pendeln für sie endlich ein Ende hat. Die Gemeinde steckt derzeit nämlich in Verhandlungen mit dem Rewe-Konzern. Dieser möchte entlang der B123 eine Billa-Filiale eröffnen.
Bei Umfragen sei die Nahversorgung immer das beherrschendste Thema gewesen, so Bürgermeister Alfred Buchberger (SPÖ). Sogar noch wichtiger als der Ausbau der örtlichen Infrastruktur – Stichwort Umfahrung Windpassing/Pyburg. "Es war immer an Nummer eins, bei allen Generationen. Dieses Thema bewegt eben alle", so Buchberger. Vor allem die jungen Zuzugsfamilien hätten sich laut Buchberger des Öfteren nach einem Nahversorger erkundigt. Mit den Läden von Renate und Thomas Hauseder hatte die Gemeinde zwar immer Geschäfte im Ort, welche die Grundbedürfnisse deckten. Mit dem geplanten Nahversorger eröffnen sich für Ennsdorf jedoch neue Möglichkeiten. "Es ist für uns ein Meilenstein", erklärt der Bürgermeister. In den vergangenen Jahren sei viel passiert. "Wir konnten die Bedürfnisse junger Familien mit dem Ausbau der Kinderbetreuung erfüllen. Auch in punkto Infrastruktur haben wir vor allem mit der Umfahrung einiges erreicht. Die Nahversorgung ist wieder ein solcher Lückenschluss."

Positiver Baubescheid

Vor einigen Monaten trat ein Planer über Billa an die Gemeinde heran. "Von diesem Moment an haben wir versucht, alles in diese Richtung zu tun, dass dieses Projekt auch wirklich umgesetzt werden kann", so Buchberger. Die Bauverhandlung fand schließlich Ende März statt. "Alles, was das Baurecht betrifft, konnte positiv erledigt werden." Der Baustart ist derzeit allerdings noch nicht fixiert. "Nachdem sich jetzt eine positive Lösung abzeichnet, können wir darauf auch noch warten", so Buchberger lächelnd.

Mitten in Verhandlungen

Seit knapp einem Jahr muss auch die Gemeinde Ernsthofen ohne Nahversorger auskommen. Vor Ort gibt es bereits einen fixen Standort, für den es nun wieder einen Betreiber geben soll. Momentan befindet sich Adeg gemeinsam mit der Gemeinde, allen voran mit Bürgermeister Karl Huber (ÖVP), in Verhandlungen. "Ein konkreter Zeitpunkt zur Wiedereröffnung ist jedoch noch nicht festgelegt", so die Pressesprecherin des Rewe-Konzerns, Ines Schurin.
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