25.05.2016, 16:10 Uhr

"Wer will fleißige Handwerker sehen?"

Sozialarbeiterin Manuela Wresnik (rechts) mit den jungen Menschen, die beim Hochbeet-Prototyp Hand angelegt haben (Foto: Friessnegg)

"Gebrauchs-Objekte aus Paletten" lautet das WOCHE-Projekt. Adressaten von "Mylife" legten Hand an.

FELDKIRCHEN (fri). Als medialer Nahversorger in den Regionen bringt die WOCHE im Jubiläumsjahr Kärntner mit zündenden Ideen für nachhaltige Projekte und Menschen mit helfenden Händen zur Umsetzung zusammen.


Nach eigenen Ideen

Im Bezirk Feldkirchen widmet sich das WOCHE-Projekt einem Sozialprojekt mit Nachhaltigkeit. Dabei sollen junge Menschen animiert werden Objekte herzustellen, die jedermann brauchen kann und die Recycling-Charakter aufweisen. "Wir wollen mit dem niederschwelligen Beschäftigungs-Projekt unseren Adressaten die Möglichkeit geben selbst aktiv tätig zu werden", erklärt Sozialarbeiterin Manuela Wresnik. "Sie entwerfen ein Objekt und bauen es dann zusammen. Der Erfolg ist relativ schnell sichtbar." Die Grundlage für die Gebrauchsobjekte und Möbel bilden Europaletten.

Sponsoren gefunden

Hier hat die WOCHE Feldkirchen eine Vermittlerrolle übernommen. Mit Gabriele Eysselt von Dach Leopold wurde eine Sponsorin gefunden, die gerne bereit war und ist die nötigen Europaletten zur Verfügung zu stellen. "Wir machen das sehr gerne", freut sich Eysselt, dass sie einen Beitrag zur Sozialisierung der jungen Menschen leisten kann. "Ich habe selbst im sozialen Bereich gearbeitet und Projekte, die Kinder und Jugendliche weiterbringen und ihre Entwicklung unterstützen, liegen mir am Herzen." Besonders betroffen sei die Unternehmerin, in deren Betrieb laufend Lehrlinge ausgebildet werden, dass zwei von ihnen durch Drogenkonsum ums Leben gekommen seien.
"Da macht man sich dann Vorwürfe und fragt sich: Wieso habe ich das nicht gesehen? Die Paletten-Spende ist darum nur ein kleiner Teil, den wir beitragen können."

Zuerst Hochbeete

Mit dem ersten Hochbeet haben die Adressaten des Jugendzentrums bereits einen Prototyp hergestellt, der gleich im eigenen Garten sinnvoll eingesetzt werden soll. "Wir haben im Vorjahr ein Gartenprojekt gestartet. Nun können wir unser eigenes Gemüse direkt vor der Haustüre anbauen und es dann gleich selbst verkochen", spannt Wresnik den Bogen weiter.
Selbstverständlich denken die jungen Leute aber auch schon über andere Objekte nach: "Jeder von uns hat Ideen. Diese sammeln wir und versuchen sie dann in Gemeinschaftsarbeit umzusetzen. Hochbeete, Sitzgelegenheiten, Ablagesysteme ... Paletten lassen sich vielseitig einsetzen."


"Folge-Aufträge sind willkommen"

"Wir dürfen offiziell nichts verkaufen und es wird kein Geld an unsere Adressaten weitergegeben. Sehr wohl können wir aber gegen eine Spende Objekte zur Verfügung stellen", erklärt die Sozialarbeiterin. "Wenn die Bestätigung von Außenstehenden kommt, motiviert das die jungen Menschen noch mehr und sorgt dafür, dass sie wieder im Alltagsleben Fuß fassen können."
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