01.08.2016, 16:38 Uhr

Lieber Balkonien als Bombenterror

Bei Alfred Prager aus Gänserndorf bleibt kein Kreuzworträtsel ungelöst. (Foto: Gantner-Schirato)

Fürs große Reisen haben viele Menschen keine Lust mehr. Terror in den Touristenhochburgen, die damit verbundenen strengen Flughafenkontrollen und letztenendlich Abzocke in den alternativen Urlaubsorten – da sucht man sich lieber ein schönes Plätzchen zuhause.

BEZIRK. Aufs große Reisen haben viele Menschen keine Lust mehr. Terror in den Touristenhochburgen, die damit verbundenen strengen Flughafenkontrollen und letztendlich Abzocke in den alternativen Urlaubsorten – da sucht man sich lieber ein schönes Plätzchen zuhause.
Die Bezirksblätter besuchten Gänserndorfer, die sich ihr eigenes Urlaubsparadies geschaffen haben, sprachen mit ihnen über ihre Beweggründe, nicht in die Ferne zu schweifen.
Schon immer verbringt die Familie Ostry aus Weikendorf ihre Urlaube im eigenen Garten. Auch als Familienoberhaupt Erwin noch nicht an den Rollstuhl gefesselt war, blieben er, Gattin Stefanie und Tochter Traude in den eigenen vier Wänden, die aber mit Swimmingpool mit Solarheizung, Fitnessraum, Tischtennistisch, Großbildfernseher aber auch alle Stückln spielen. Die Unsicherheit und Terrorgefahr auf der Welt sind zwar nicht ausschlaggebend, aber eine zusätzliche Motivation, daheim zu urlauben. Stefanie und Traude sind aktive Sportfanatikerinnen und auch Erwin wird von seinen 24-Stunden-Pflegern, Alina und Vali aus Rumänien, derzeit selber auf Urlaub, betreut, und von ihren Vertretern, Ovidiu und Elis, nun ebenfalls mit vielen Aktivitäten mobilisiert.
Der pensionierte Elektrofachhändler Alfred Prager aus Gänserndorf ist früher viel gereist, auf fast jeden Kontinent hat er mindestens einmal Fuß gesetzt. Japan, Singapur, Ägypten und Kenia mit ihren fremden Kulturen beflügelten den Abenteurer sogar dazu ein eigenes Buch über das Erlebte zu schreiben. Jetzt zieht der fast 88-Jährige aber die Bequemlichkeit und Ruhe seines Wohnzimmers den Aufregungen und Strapazen solcher Urlaube vor. Den Kühlschrank mit kaltem Cola in Griffnähe lauscht er den Erzählungen seiner Enkel und Urenkel, denen er das Reisen jetzt überlässt.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.