10.05.2016, 00:00 Uhr

Nordbahn-Bahnhöfe: Abriss und Sanierung

Josef Kohl mit dem Drösinger Gemeinderat, ansässigen Firmen, Tatjana Fischer von der BOKU und Wilhelm Bauer, ÖBB Infrastruktur.

Der Dürnkruter Bahnhof wird geschleift, der Drösinger saniert. Die Nordbahn wird moderner.

BEZIRK (up/mb). Die Nordbahn wird in den nächsten Jahren modernisiert. Dazu gehören barrierefreie Bahnhöfe und der Ausbau der Strecke auf höhere Geschwindigkeit. "Aktuell wird der Ausbau auf 160 km/h geprüft", informiert ÖBB-Sprecher Christopher Seif. Unabhängig von der künftigen Ausbaugeschwindigkeit werden entlang der Strecke Lärmschutzmaßnahmen errichtet, die Gleisanlagen adaptiert sowie die Oberleitungen erneuert.

Hochwasseropfer

Das alte Dürnkruter Bahnhofsgebäude wurde durch das Marchhochwasser 2006 zerstört und nie mehr renoviert. Nun ist es abbruchreif. Laut Seif ist die Entscheidung gefällt, ein Zeitplan liegt noch nicht vor. Im Zuge der 160-km/h-Ausbaupläne wird das Gerücht um die Auflassung der Haltestellen Sierndorf und Jedenspeigen bis 2020 lauter. "Das ist derzeit nicht vorgesehen", dementiert Seif.

Drösing - ein Studienprojekt

Gemeinsam mit der BOKU Wien evaluiert die ÖBB derzeit an fünf Standorten in Österreich - Fels am Wagram, Wieselburg, Bad Ischl, Judenburg und Drösing - die Nachhaltigkeit der Bahnhöfe. "Wir wollen mit den Anrainer-Gemeinden der Nordbahn eine gute Lösung finden", so Wilhelm Bauer von der ÖBB Infrastruktur. Das Bahnhofsgebäude in Drösing gehört der ÖBB, die Pflege im Bahnhofsbereich ist Aufgabe der Gemeinde. Ziel der Studie ist es, herauszufinden wie die Gebäude und Anlagen (finanziell) besser genutzt werden können, dabei werden Eigenleistungen von den Gemeinden erwartet. Bis Herbst 2016 sollen erste Ergebnisse vorliegen.
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