07.04.2016, 18:30 Uhr

Der Schneckenzüchter aus Stegersbach

Christian Janisch verkauft seine gezüchteten Schnecken an Tiergärten und an die gehobene Gastronomie. (Foto: Janisch)

Rund 10.000 Französische Weinbergschnecken hat Christian Janisch im vergangenen Jahr gezüchtet.

Wenn Christian Janisch einmal einer seiner Schützlinge aus dem Gehege entflieht, kommt er garantiert nicht weit. Denn der Stegersbacher züchtet Französische Weinbergschnecken, und die kriechen bekanntlich äußerst langsam.

Helix aspera heißt die Art, die Janisch rund um sein Haus in den Stegersbacher Bergen züchtet. Auf 270 m2 Fläche erstrecken sich die aus Brettern gezimmerten und mit Glasfasernetzen verhängten Gehege.

Als Tierfutter ...

"Ich verkaufe die Schnecken als lebendes Tierfutter an das Haus des Meeres oder den Tiergarten Schönbrunn, aber auch an die gehobene Gastronomie", erzählt Janisch.

... in der Gastronomie ...

Den schleimigen Hausbesitzern sieht man gar nicht an, wie gesund sie sind. "Schnecken enthalten viel Eiweiß und Omega-3-Fettsäuren", erläutert Janisch. Man kann sie kochen, rösten oder gratinieren, mit Kräuterbutter genießen oder zu Ragout verarbeiten. Geschmacklich erinnern sie ein wenig an Kalbfleisch.

... oder im Konservenglas

Janisch verwertet die Tiere auch selbst. Gekocht, in Gemüsesud eingelegt, pasteurisiert und zu je 24 Stück in Konservengläser verpackt, bringt er sie auf den Markt.

Bis aus den drei Millimeter langen Babies ausgewachsene Kerle werden, dauert es rund ein Jahr. Bis dahin vertilgen sie Blattwerk, Gemüse, Kohl oder Getreideschrot, um ihre endgültige Länge von acht Zentimetern zu erreichen.

Expansionskurs

Mit 10.000 Exemplaren hat Janisch im Vorjahr seine Zucht begonnen. Für heuer hat er schon 60.000 Babyschnecken bei seinem Lieferanten in Frankreich geordert.
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