31.08.2016, 05:30 Uhr

Ein Pilz gefährdet die Ernte im Gailtal

Die Weinernte im Gailtal verläuft laut den Gailtaler Winzern nicht so gut (Foto: MEV)

Weinlese im Bezirk: Der unbeständige diesjährige Sommer erschwert Gailtals Weinbauern die Lese.

GAILTAL (schön). Obwohl die letzten Tage sonnig und sommerlich war, regnet es in diesem Sommer regnet bekanntlich zu viel. Das bringt Gailtals Winzern ein Problem, das in ähnlicher Form von Rosen im Garten bekannt sein könnte.

Falscher Mehltau

Der sogenannte "Falsche Mehltau", auch Personospora gennant, ist eine Pilzkrankheit, die der Weinbranche zu schaffen macht. "Die extrem feuchte Witterung hat beim Mähen viel Arbeit gemacht und es gab einen hohen Infektionsdruck für Peronospora, unter dem die Reben unterschiedlich stark gelitten haben", bestätigt Werner Holzfeind, Winzer aus Kötschach-Mauthen das Problem.

Pilz schmälert Ernte

Das bestätigt auch der Hermagorer Winzer Klaus Rainer. "Leider verläuft die heurige Ernte durch Frost und Mehltaudruck nicht so gut", bedauert er.
"Im letzten Jahr war es ähnlich, da wir Hagelschaden hatten." Durch den wiederholten Regen sowie den schnell erreichten Taupunkt in der Nacht seien die Pflanzen regelmäßig bis am Vormittag feucht. "Dadurch hat der Mehltau-Pilz sehr gute Bedingungen zum Wachsen und schmälert leider die Ernte", so Rainer.

Lese zieht sich hinaus

Deshalb hinke die Entwicklung der Reben etwas der des Vorjahres hinterher. "Die Ernteerwartungen sind ähnlich wie im Vorjahr", sagt Winzer Holzfeind. "Die Lese wird sich bei den späteren Sorten bis Ende Oktober hinausziehen, das jetzt eingetroffene Schönwetter sollte uns also möglichst lange erhalten bleiben", hofft er.
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