29.07.2016, 11:44 Uhr

Arzl wird Heimat für zehn Flüchtlinge

Im Arzler Schlierenzauerhaus werden binnen der nächsten Wochen vorerst zehn Asylwerber ein neues Zuhause finden. Die Adaptierungsarbeiten sind bald abgeschlossen und das Haus ist somit bezugsfähig. Am vergangenen Donnerstag wurde im Gemeindesaal eine Info-Veranstaltung abgehalten, in der über das Thema informiert wurde und die Einwohner der Pitztaler Gemeinde ihre Fragen stellen konnten. "Wie sich die Asylwerber in die Gemeinde integrieren, hängt auch von uns ab", so der Bürgermeister Josef Knabl. "Je besser wir sie kennenlernen, desto weniger Ängste werden wir haben. Es soll ein Nehmen und Geben werden," so Knabl weiter. "Nun kann man dem Thema Flüchtlinge momentan bei eher düsterer Großwetterlage in Europa durchaus kritisch gegenüber stehen, dennoch bleiben es Menschen, die nicht ohne Grund sich großer Gefahr ausgesetzt und ihre Heimat verlassen haben," gab Georg Mackner von den Tiroler Sozialen Dienste zu bedenken. Bei dieser Gelegenheit sind auch einige Stammtisch-Mythen wie zum Beispiel, dass ein Catering das Essen liefert oder dass die Flüchtlinge zu faul sind zum Arbeiten klar vom Tisch zu weisen. Sie kochen selber und dürfen schlicht nicht arbeiten," informiert Georg Mackner die zahlreich erschienenen ArzlerInnen. "Zunächst werden neue Standorte besser betreut, später sollte ein Besuch des Betreuers jeden zweiten Tag ausreichen," so Mackner. Die ArzlerInnen dürfen sich sicher fühlen und auch ihr Leben und Alltag normal weiterleben. Sei es die kurze Hose an heißen Tagen oder dass Kinder allein vor der Tür spielen dürfen, es soll sich in keinster Weise etwas ändern. Das ist allen Beteiligten wichtig und es wird den Asylwerbern neben Deutsch auch unsere Ethik und Moral gelehrt. Das in Umhausen gelebte Beispiel wurde öfters zitiert, wo Familien, aber auch Einzelpersonen untergebracht sind. Dort hatte man durchwegs die gleichen Ängste, die sich mittlerweile größtenteils als unbegründet erwiesen haben. "Die beste Möglichkeit Ängsten zu begegnen ist sie kennenzulernen", so die abschließende Wortspende einer Arzlerin.
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