25.08.2016, 08:10 Uhr

Neuer Club für elektronische Undergroundmusik am Fleischmarkt

Samuel Adedeji, Thomas Scheck und Alexander Gamrith (v.l.n.r.) möchten Künstlern eine Plattform im ersten Bezirk bieten. (Foto: Privat)

Ein neuer Club soll elekronisches Leben in die City bringen. Betrieben wird das neue Lokal vom Team des Prime-Festivals. Wir baten Samuel Adedeji, Thomas Scheck und Alexander Gamrith zum Interview.

Braucht Wien einen neuen Club?
ALEXANDER:
Auf jeden Fall! Die heimische Szene gehört mehr gefördert. Es legen immer die gleichen DJs in Wien auf - es ist Zeit für einen frischen Wind.

Wieso habt ihr Euch für den ersten Bezirk entschieden? Und wo genau wird sich der Club befinden?
SAMUEL:
Am Fleischmarkt. Wir haben uns bewußt für den ersten Bezirk entschieden, da es dort nicht wirklich einen Club für Interessierte gibt. Im 4., 5., 6. und 7. hingegen gibt es viele Lokale für junge Leute.
THOMAS: Die Location hat sich ergeben. Wir möchten eine familiäre Atmosphäre schaffen, schon mit Tanzfläche, aber kein reines Tanzlokal.
ALEXANDER: Es wird zwei Räume geben, ein größerer, in dem getanzt wird und eine kleinere Lounge, in die man sich zurückziehen kann.

Welches Publikum soll der Club ansprechen?
THOMAS:
Junge, kreative Köpfe und junge Künstler, von 20 aufwärts. Also nicht mehr die ganz Jungen. Wir sind im Bereich der elektronischen Musik angesiedelt und möchten neuen Künstlern eine Plattform bieten.
SAMUEL: Wir möchten eine kleine, intime Crowd, die auf Qualität Wert legt. Der Club ist 200 Quadratmeter groß, also gibt es nur Platz für 200 bis 250 Gäste. Geboten werden ein gutes Soundsystem und wechselnde DJs.

Ist der Club heimischen Künstlern vorbehalten?
ALEXANDER:
Nein, nicht nur. Wie schon erwähnt, muss die Wiener Szene gefördert werden, aber wir planen auch einige Bookings aus England, Spanien, Russland, Portugal und Mexiko.
THOMAS: Wir sind gut vernetzt und werden viele frische Gesichter in unseren Club holen.
SAMUEL: Bei uns findet jeder Künstler - egal ob Musik, Performance oder für Vernissagen - eine Plattform.

Kann Wien im internationalen Vergleich im Bereich elektronischer Undergroundmusik mithalten?
SAMUEL:
Wien ist eigen, das kann man zum Beispiel nicht mit der Berliner Technoschiene vergleichen. Wien hat einen ganz eigenen Style, so wie der Wiener Schmäh auch nicht vergleichbar ist.

Welche Lokale bevorzugt ihr privat zum Fortgehen?
SAMUEL:
Die grelle Forelle und früher die Pratersauna - aber die fanden wir schon eine Zeitlang vor der Neuübernahme weniger ansprechend.

Wann ist die Eröffnung für Euren Club geplan?
ALEXANDER:
Ende des Jahres ist jetzt fix. Wir planen ja schon seit zwei Jahren, aber die Location war nicht wirklich sicher.

Es handelt sich um ein Objekt, das umgewidmet wurde. Muss noch viel umgebaut und finanziell hineingesteckt werden?
ALEXANDER:
Wir stecken jetzt noch viel Liebe und Energie hinein und sind zuversichtlich, dass sich alles gut und positiv entwickeln wird.

Alle Infos rund um das Prime Festival, das von 8. bis 11. September in der Ruine Markgrafneusiedl stattfindet, finden Sie auf Facebook
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