21.09.2016, 09:14 Uhr

ABOKONZERT 3 - Streichtrio der Akademie St. Blasius im GEA

Wann? 08.10.2016 19:30 Uhr

Wo? GEA Geschäft, Veranstaltungssaal, Anichstraße 22, 6020 Innsbruck AT
Streichtrio der Akademie St. Blasius
Innsbruck: GEA Geschäft, Veranstaltungssaal |

Hans Krása · Passacaglia und Fuge für Streichtrio (1944) Wolfgang Amadeus Mozart · Divertimento in Es-Dur KV 563

Regelmäßig widmen sich die Stimmführer des Orchesters der Akademie St. Blasius in kammermusikalischem Rahmen den Anliegen des Orchesters. In der Besetzung Monika Grabowska, Violine · Markus Huber, Viola · Barbara Riccabona, Violoncello, treffen sich diesmal die international gefragten Musiker als Streichtrio.

Der tschechische Komponist Hans Krása (1899 – 1944) wirkte als Korrepetitor am Neuen Deutschen Theater in Prag und als Komponist. Erste Erfolge feierte er 1921 mit vier Orchesterliedern nach Gedichten von Christian Morgenstern. Seine Kinderoper „Brundibár“, die an das bedingungslose Zusammenhalten von Freunden appelliert, entstand 1938, wurde aber wegen des Beginns des 2. Weltkriegs erst 1941 (heimlich) in Prag uraufgeführt. 1942 wurde Kràsa ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Krása schrieb die Partitur neu, weil er lediglich den Klavierauszug des Werks mitnehmen hatte können. Die 55 Aufführungen im Ghetto sind u.a. im Propagandafilm „Theresienstadt“ dokumentiert.
In Theresienstadt entstand u.a. auch im Jahr 1944 die zutiefst berührende Passacaglia und Fuge für Streichtrio, sein letztes Werk. Im Oktober 1944 wurde er nach der Deportation nach Auschwitz ermordet.
Krásas erschütterndem Werk stellen die Musiker ein viel zu selten gehörtes, hochemotionales Werk voller Lebensfreude und Musizierlust gegenüber: Das einzige Streichtrio von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) weist mit dem Titel Divertimento in Es-Dur und mit seinen sechs Sätzen auf eine musikalische Unterhaltung, ev. eine Tafelmusik, hin. Aber als solche ist dieses Werk eben nicht zu verstehen! Mozart ist hier unmittelbar nach Vollendung der letzten Symphonien ein vielschichtiges Meisterwerk gelungen, das alle drei Stimmen gleichermaßen solistisch fordert. Es setzt Kenner voraus (bei Musikern und Hörern), die die subtilen kompositorischen Feinheiten zu schätzen wissen. Jeder Satz verrät Eigenheiten von Mozarts Spätstil. Und einzelne Sätze daraus – wie der zweite Satz, Adagio – gehören zum Schönsten, das Mozart geschaffen hat.

Eintrittskarten: bei Oeticket € 17.-/11.-/5.- (inkl.VVK Gebühren) oder an der Abendkasse €19.-/13.-/7.-(Schüler) bzw. Reservierung unter akademie.st.blasius@aon.at bzw. unter 0664 73460398
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