15.07.2016, 09:30 Uhr

EiferSucht - SCHAUSPIEL von Esther Vilar

Wann? 22.07.2016 20:00 Uhr

Wo? Treibhaus, Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck AT
Fiese Frauen, triebgesteuerte Männer und die Droge Eifersucht
Innsbruck: Treibhaus | Eifersucht unter Frauen - kann es Schlimmeres geben? Und auch nichts Komischeres. Das legt zumindest Esther Vilars "EiferSucht" nahe.
Sie sind Rivalinnen. Und sie versuchen fast ein Jahr lang, sich mit Mails k. o. zu schlagen. Da ist Helen, eine erfolgreiche Anwältin, 55 Jahre, seit 18 Jahren mit Lazlo verheiratet. Die 40-jährige Yana ist Architektin mit einem Faible für rote Reizunterwäsche und Lazlos erste Geliebte, bis Iris kommt, 25 Jahre, Indologiestudentin, Buddhistin und Vegetarierin, die Lazlos zweite Geliebte wird.

Das Objekt der Begierde - Lazlo, ein dickbäuchiger, triebgesteuerter Mitfünfziger - ist auf der Bühne gar nicht zu sehen. Und die eigentlichen Hauptakteure sind drei Faxgeräte, mittels derer sich die drei Frauen verbal beharken.

Das Stück sprüht vor Witz. Sein besonderer Reiz: ein steter, bis ins Absurde reichender Wechsel sarkastischer und bissiger, witziger und urkomischer, emotionaler und nachdenklicher Szenen. Als Höhepunkt schließlich ein furioses Finale: Aus fieser, gehässiger Eifersucht wird eine außergewöhnliche Freundschaft der Frauen. Lazlo, der Auslöser des intriganten Spiels, ist der eigentliche Verlierer.

Das Liebesleben ist ein Spiel
Helen und Yana tun es. Iris tut es auch. Das Problem: Die drei
Frauen tun es mit demselben Mann. Was als Beziehungsstress
beginnt, endet als lustvolle Rochade, wird zum furiosen Spiel unter Frauen.

Sag mir, wie du lebst und ich sage Dir, wer du bist. Womit wir
beim Thema wären: ¸¸EiferSucht'', das 1999 in Düsseldorf
uraufgeführte Erfolgs-Stück von Esther Vilar, ist ein Stück über Frauen und
Männer, Beziehungsgeflechte, Gefühlschaos - weit genommen.
Helen, Yana und Iris lieben Lazlo, aber der macht mit allen Dreien
rum. Weshalb die Frauen spinnen. Hochkarätig. Eng genommen ist
das Drama eine Frauen-Studie, denn Laszlo meldet sich kein
einziges Mal zu Wort. Stattdessen reden die Verlassenen. Was
heißt schon reden: die Damen bombardieren sich mit Anklagen,
tauschen Gemeinheiten, wollen Hilfe von der Konkurrentin. Kurz:
Sie offenbaren ihre Macken, Wunden, Narben. Bewegend, hochintelligent und zum Schreien komisch.

Spieltermine: Fr., 22. und Do., 28. Juli im Treibhaus
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