22.09.2016, 14:45 Uhr

Luchskatze Rosa starb eines natürlichen Todes

Luchsin Rosa hatte ihr Revier hauptsächlich im Nationalpark Kalkalpen. Sie tappte wiederholt in die Fotofallen (hier: im Mai 2015). (Foto: Nationalpark Kalkalpen)

Am 13. Juli 2016 wurde in der Gemeinde Weyer eine tote Luchskatze gefunden. Nach dem vorläufigen Befund deutet alles auf eine natürliche Todesursache hin.

BEZIRK. Polizei, Grundeigentümer und Nationalpark Kalkalpen Mitarbeiter bargen den Luchskadaver gemeinsam. Noch am nächsten Tag begann man am Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien mit den Untersuchungen am Tier.
Die veterinärmedizinische Obduktion verlief äußerst penibel, da der Fundort nur unweit jener Tatorte lag, wo zwei Luchse illegal getötet wurden. Nach dem vorläufigen Befund deutet alles auf eine natürliche Todesursache der Luchskatze Rosa hin.

Nachkommin von Kora und Jago

Rosa war eine Nachkommin von Luchsin Kora und Kuder Jago. Sie hatte ihr Revier im südlichen Teil des Nationalpark Kalkalpen und der östlich davon angrenzenden Gebiete. „Die Sterblichkeit bei Jungluchsen ist leider sehr hoch. Wir vermuten, dass nur eines von mehreren Jungen eines Wurfes das Erwachsenenalter erreicht. Da unsere Population noch sehr klein ist, stellt die Entnahme von nur einem geschlechtsreifen Tier schon eine ganz erhebliche Bedrohung für unser gesamtes Luchsbestandsstützungsprojekt dar“, teilt Nationalpark Direktor Erich Mayrhofer mit.
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