15.03.2016, 18:19 Uhr

Naturdenkmäler im Bezirk: Zeitzeugen vieler Jahrhunderte

Tausendjährige Eibe im Gebiet des Nationalpark Kalkalpen (Foto: Bundesforste/Nationalparkbetrieb Kalkalpen)

Zahlreiche uralte Bäume im Bezirk stehen unter Naturschutz

BEZIRK (wey). In Kalifornien steht der wohl älteste einzelne Baum der Welt: "Methuselah". Die Kiefer ist mit mehr als 5000 Jahren die älteste bekannte Pflanze der Welt. Bei uns werden Bäume nicht ganz so alt, können aber dennoch ein beeindruckendes Alter zwischen 300 und 600 Jahren erreichen. Viele Dörfer haben so genannte "tausendjährige" Eichen oder Linden, die sich bei näherer Untersuchung meist aber als nicht ganz so alt erweisen. Eine dieser vermeintlich "tausendjährigen" Eichen ist die "Hueb-mer-Eiche" in Inzersdorf. Die Stieleiche steht in der Hasel-böckau am Böschungsfuß der Pyhrn-Autobahn. Sie wies zum Zeitpunkt der Unterschutzstellung einen Stammumfang von knapp sechs Metern, einen Kronendurchmesser von 28 m und eine Höhe von etwa 30 m auf. Ihr Alter wird zwar auf "mehr als 100 Jahre" geschätzt, tausend dürften es aber nicht sein.
Mehr als 200 Jahre alt dürfte eine Linde auf der so genannten "Pechmannwiese" in Micheldorf-Heiligenkreuz sein. Noch älter, nämlich zwischen 300 und 400 Jahre, wird die Winter-Linde in Nußbach-Natzberg geschätzt.

Tausendjährige Eibe im Nationalpark

Eine rund tausend Jahre alte Eibe steht im Gebiet des Nationalparks Kalkalpen. Auch in Steyrling, Gemeinde Klaus, gibt es eine mehrere hundert Jahre alte Eibe. Für sie wurde extra der Verlauf einer Straße geändert. Weil das zugfeste Eibenholz einerseits im Bogenbau sehr beliebt war und ihr Gift andererseits dem Weidevieh auf den Almen zusetzte, wurden Eiben stark dezimiert.
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