06.07.2016, 07:00 Uhr

Wasserversorgung: In Maria Rain erfolgt Ringschluss

Noch nicht für alle Maria Rainer ist es bis jetzt selbstverständlich, dass jederzeit Wasser aus der Leitung kommt. Das soll sich jetzt ändern (Foto: Pexels)

Letzte Lücke im Kanal- und Wasserleitungsnetz wird geschlossen. Nadram wird in Zukunft versorgt. Auch in Angersbichl wird Wasserdruck-Problem gelöst.

MARIA RAIN (vp). Fünf Häuser in der Ortschaft Nadram sind nicht an Kanal und Wasserversorgungsanlage angeschlossen. Das zu ändern, ist seit Jahren ein großes Ziel in Maria Rain, doch bisher scheiterte es an der Finanzierung. "Es geht um die letzte Lücke in der Versorgung. Bei Trockenheit gibt es dauernd Wasserknappheit, die Feuerwehr muss Wasser führen, um die Brunnen aufzufüllen", so Bürgermeister Franz Ragger über die Umstände, die sich viele heutzutage gar nicht mehr vorstellen können. Er selbst kann die Probleme nachvollziehen: "Als ich vor 30 Jahren nach Maria Rain kam, musste ich auch damit kämpfen."

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen

Nun hat der Gemeindevorstand einstimmig beschlossen, das Projekt umzusetzen, die Planungen wurden bereits in Auftrag gegeben. Die Kanalisation wird von Angersbichl nach Nadram ausgebaut. Bei der Wasserversorgung hat man sich für die umfangreichere von zwei Varianten entschieden.
"Statt Nadram einfach nur an das bestehende Wasser-Netz anzuschließen, bauen wir einen Ringschluss", so Ragger. Denn auch Angersbichl leidet in höheren Bereichen (z. B. Hotel Sonnenhof etc.) unter permanenten Druckverlusten. Ragger: "Bei einem Rohrbruch in Maria Rain kommt es oft zu Wasser-Ausfällen."
Also wird ausgehend vom Hochbehälter Toppelsdorf die Leitung nach Nadram und weiter nach Angersbichl gebaut und an das bestehende Netz angeschlossen.

Von Klagenfurt unabhängig

"So können wir uns jederzeit selbst mit Wasser versorgen. Bei Druckabfällen sind wir nicht mehr von Klagenfurt abhängig", erklärt Ragger. Weiters wird es Umbauarbeiten beim Hochbehälter Toppelsdorf geben: Der Zustieg soll in Zukunft nicht mehr durch eine für die Arbeiter gefährliche Luke, sondern über eine Türe erfolgen.

Fast 600.000 Euro zu investieren

Die Gemeinde muss in das Wasser- und Kanalprojekt knapp unter 600.000 Euro investieren. Stattlich, doch jetzt geht sich das finanziell aus, so Ragger: "Den Großteil finanzieren wir über Darlehen, den Rest über die Anschlussgebühren." Von Gebührenerhöhungen wurde Abstand genommen. "In Zukunft wird sich weisen, ob eine Anpassung notwendig ist."

Mehr Beiträge im Rahmen unseres Schwerpunktes "Leben mit Wasser": www.meinbezirk.at/leben-mit-wasser

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