17.03.2016, 18:03 Uhr

9455 Straftaten wurden 2015 in Klagenfurt angezeigt

Krriminalstraftaten: Die Aufklärungsquote stieg 215 auf 46,2 Prozent. (Foto: Polizei)

Zunahme bei Einbrüchen und Diebstählen in der Landeshauptstadt. Bei den Kriminalstraftaten gab es eine Steigerung um 141 Anzeigen. Polizei will mit Fußstreifen das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger steigern.

KLAGENFURT. In der Landeshauptstadt wurden im vergangenen Jahr 9455 Kriminalstraftaten zur Anzeige gebracht. 2014 waren es 9314. Bei den Diebstahldelikten gab es einen Zuwachs um 222 Anzeigen. Eine Steigerung ist etwa bei den Wohnungseinbrüchen – von 72 auf 121 – zu verzeichnen. Rückgängig war wiederum die Anzahl der Einbrüche in Einfamilienhäuser. Sie sank von 93 auf 77 Fälle. Deutlich abgenommen haben auch die Sachbeschädigungen in der Landeshauptstadt. Die Aufklärungsquote stieg von 42,8 auf 46,2 Prozent.

Sicherheitsgefühl steigern

Ein besonders Problem stellen für Stadtpolizeikommandanten Horst Jessentischnig die Eigentumsdelikte – Diebstahl und Einbrüche – dar. "Sie haben eine unmittelbare Auswirkung auf das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger. Bei den Einbrüchen kommt noch dazu, dass die Täter in das private Umfeld der Opfer eindringen", erklärt Jessenitschnig. Der Abnahme des subjektiven Sicherheitsgefühl will der Stadtpolizeikommandant nun entgegenwirken. "Ein Ziel von mir ist die Verringerung der Einbrüche. Das subjektive Sicherheitsgefühl möchte ich durch mehr Fußstreifen steigern", sagt Jessenitschnig. Besonders im Bereich zwischen Heiligengeistplatz und Lendhafen sollen die Beamten öfters unterwegs sein.

Kärntenweit weniger Anzeigen

Kärntenweit sind bei der Polizei 2015 26.079 Anzeigen eingegangen, das entspricht einem Rückgang um 1,8 Prozent. Die Aufklärungsquote lag bei 49,5 Prozent. Obwohl es einen Rückgang gab, ist die Anzahl der Einbrüche in Wohnhäuser und Raubüberfälle auf Passanten deutlich gestiegen. Gerade bei dem letzten Delikt spielt die Beschaffungskriminalität ein große Rolle. "Dieser Personenkreis ist meist mittellos und begeht Überfälle auf Passanten um die Sucht finanzieren zu können", sagt Christian Martinz, stellvertretender Leiter des Landeskriminalamts Kärnten. Bei den Suchtgiftdelikten ist eine besorgniserregende Änderung zu beobachten. "Wir können seit zwei Jahren eine sehr starke Steigerung bei den Jugendlichen beobachten", sagt Martinz.

Asylwerber sind kein Problem

Dem Gerücht, dass es zu einer Steigerung der Straftaten die durch Asylwerber verübt wurden, gekommen sei, konnte Landespolizeikommandantin Michaela Kohlweiß entkräften. "Im vergangenen Jahr wurden 21,4 Prozent der Delikte von Ausländern begangen, davon waren 13 Prozent Asylwerber", stellte Kohlweiß klar.
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