13.03.2016, 15:00 Uhr

Kreative Holzkunst mit Power-Werkzeug

"Wood Styler" Bernhard Gabriel hat das mit dem Pferd schon mal geschafft. Irgendwann will er eines in Lebensgröße mit der Kettensäge schnitzen (Foto: Privat)

Bernhard Gabriel aus Schiefling schnitzt Holzfiguren. Aber er benutzt dazu die Kettensäge und er hat sich das selbst beigebracht.

SCHIEFLING (vp). Der eine entspannt beim Wandern, der andere am Meer, Bernhard Gabriel (36) kann beim Schnitzen mit der Kettensäge so richtig abschalten. Seit etwa drei Jahren geht er diesem Hobby nach, mit der Motorsäge ist der Schieflinger durch landwirtschaftliche Tätigkeiten schon früh in Berührung gekommen. "Angefangen hat es damit, dass ich einen eigenen Brunnen mit Figur haben wollte. Ich hab das gleich selbst versucht und – warum auch immer – es hat von Anfang an gut geklappt", erzählt der 36-Jährige, der für das Motorsägenschnitzen nie einen Kurs besucht hat.

Kreative Holzkunst

Bald hat er sich eine kleine Schnitz-Motorsäge und Werkzeug gekauft, mittlerweile hat Gabriel rund 30 Holzkunstwerke geschaffen – vom Pferd über Adler und Traktor bis hin zum Wörthersee Mandl. "Bei jedem Werk sammle ich neue Erfahrungen und damit wieder neue Schnitzideen."
Gabriel verwendet hauptsächlich Hartholz für seine Kunst, also die langlebige Eiche, aber auch mit Lärche, Zirbe und Obstholz hat er sich schon versucht. Neben dem Holz natürlich wichtig ist das Werkzeug: Gabriel besitzt drei Motorsägen von groß bis klein und Handschleifgeräte. Essenziell: die Schutzkleidung. Neben Ohren- und Mundschutz gehören eine Schnittschutzhose und eine Brille dazu. "Das Risiko ist einfach höher als beim normalen Schnitzen."

Ziel: Pferd in Lebensgröße

Aus dem Baumstamm wird zuerst die grobe Form geschnitzt, danach geht es ins Detail. Je mehr Details, desto zeitaufwändiger. "Flämmen haucht der Figur dann auch Leben ein", so Gabriel. Auch Farben bzw. Lacke werden benutzt, um Akzente zu setzen. Am Ende benutzt der "Wood Styler" eine Holzlasur oder Holzöle. "Hartholz ist besonders für Figuren, die draußen stehen und viel der Witterung ausgesetzt sind, geeignet. Da reicht es dann, wenn man die Figur alle ein bis zwei Jahre zur Pflege einlässt."
Gabriel hat sich bisher schon an vielen Motiven versucht. Aber größer geht immer. "Mein Ziel ist ein Pferd oder ein Hirsch in Lebensgröße." Ein weiteres Ziel: Die Teilnahme am Huskycup in Mulda, der Weltmeisterschaft im Kettensägenschnitzen, die jährlich zu Pfingsten in Blockhausen (Deutschland) stattfindet.

Von Gabriels Werken kann man sich auch auf Facebook unter "Wood Style" ein Bild machen!

(Alle Fotos: Privat)
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