18.03.2016, 12:05 Uhr

Kärntner Schulterschluss

Das Zelebrieren unterschiedlicher Standpunkte war in der Vergangenheit für manche Politiker eine hervorragende Möglichkeit zur persönlichen Profilierung. Das HETA-Debakel lieferte auch ausreichend Stoff für unzählige Zeitungsberichte. Im normalen Ausmaß ist die Repräsentation politischer Positionen notwendig für den demokratischen Diskurs. Ideologie und Wählerklientel waren und sind in der Causa HETA aber absolut deplaziert. Trotzdem hat sich im Rahmen des abgelehnten HETA-Angebotes deutlich gezeigt, dass eine politische Gruppierung und ihr Regierungsmitglied, ohne Rücksicht auf Verluste - und seien sie auch zu Lasten unseres Heimatlandes - versucht hat, ihren Wähleranteil für einen Neuwahlantrag hinaufzuschrauben. Das zeugt von verantwortungslosem Handeln, selbst in dieser außergewöhnlich drastischen Situation. Was wir angesichts der noch immer vorhandenen HETA-Hydra stattdessen dringend brauchen: einen absoluten Schulterschluss der Kärntner Politik und auch der Bevölkerung, um die drohenden Aufwendungen abzuwehren und um endlich die notwendigen Reformen umzusetzen!

Meint Ihr Markus Malle
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