26.07.2016, 11:02 Uhr

Punkt, Satz und Sieg für Klagenfurts Wirtschaft

Das Beachvolleyball-Event in der Klagenfurter Ostbucht bringe laut Veranstalter ACTS eine Netto-Wertschöpfung von 3,8 Mio. Euro (Foto: Kuess)

Das Beachvolleyball-Event in der Klagenfurter Ostbucht hat für die Wirtschaft enorme Bedeutung.

In der Klagenfurter Ostbucht geht es derzeit wieder heiß her – in Kärntens größter Sandkiste, in der heuer die Beachvolleyball Major Series ausgetragen werden. Vor der Wörthersee-Kulisse geben die weltbesten Volleyballspieler bis 31. Juli alles. Dass diese Bilder um die Welt gehen und zum Werbewert Kärntens beitragen, liegt auf der Hand. Noch viel wichtiger ist aber die Wertschöpfung, die durch dieses Event in der Region entsteht. Laut Veranstalter Hannes Jagerhofer von ACTS seien es allein 2013 3,8 Millionen Euro gewesen, die durch die Beachvolleyball-EM an Netto-Wertschöpfung enstanden wäre. An den sechs Veranstaltungstagen wurden insgesamt 150.000 Besucher und 500 akkreditierte Journalisten gezählt.

Wichtiger Wirtschaftsfaktor
Direkte Profiteure der Beachvolleyball-Events sind naturgemäß die Hotellerie, Gastronomie und der Handel. Hotel-Sandwirth-Chefin Helvig Kaduth informiert: „Natürlich wirkt sich dieses Event positiv auf die Nächtigungen aus. Wir sind in diesem Zeitraum stets ausgebucht.“ Und was für Kanduth noch viel wichtiger ist: „Vor allem junge Menschen kommen auch nach dem Event gerne wieder. Sie sind von den Eindrücken und der Stimmung begeistert, denn beim Beachvolleyball wird vermittelt, dass es in Klagenfurt nicht nur schön, sondern auch lustig ist.“

Geld bleibt in der Region
Aber auch viele andere Unternehmen, wie Werbe-, Bau- oder Gärtnereibertriebe profitieren von diesem sportlichen Großevent. Christian Smerietschnig von der Kommunikationskanz-
lei Bigbang organisiert seit einigen Jahren die Side-Events. „Die Wertschöpfung bleibt in der Region – das ist für mich besonders wichtig. Schon jetzt sind viele heimische Betriebe involviert. Es wird versucht, möglichst viele regionale Partner mit ins Boot zu holen, ich unterstütze das sehr, denn Kärnten braucht Bewegung.“ Und dass die Beauftragung heimischer Firmen auch Arbeitsplätze schafft, ist ein weiterer positiver Effekt. Smerietschnig: „Ich konnte vergangenes Jahr für die Planung und Organisation der Side-Events, die 20.000 Gäste anzogen, zwei Vollzeitarbeitsplätze schaffen.“

Neue Wertschöpfungsstudie
Wie viel dieses sportliche Großereignis der Stadt und den regionalen Betrieben tatsächlich bringt, wird nun in einer detaillierten Wertschöpfungsanalyse erhoben – erstmals. Denn die bisher veröffentlichten Zahlen wurden stets vom Veranstalter kolportiert. Diese Analyse, in Auftrag gegeben von TVB Klagenfurt, Kärnten Werbung und ACTS, solle der Politik auch die Entscheidung erleichtern, wie es mit den berühmten „Sandspielen“ in Klagenfurt weitergehen wird.

3 Fragen an Adolf Kulterer, Obmann TVB Klagenfurt

Was bringt das Beachvolleyball-Event der Stadt?
Es ist ein Wirtschaftsmotor für Hotellerie, Gastronomie, Handel – bis zur Tankstelle, da Tausende zusätzlich in Klagenfurt einkaufen.
Also ein deutliches Plus in der Wertschöpfung?
Ja, das beginnt bereits vier Wochen vor dem Event, wenn die rund 80 Mitarbeiter für den Aufbau anreisen. Insgesamt hat Klagenfurt so rund 20.000 Nächtigungen mehr.
Was ist dem TVB bei solchen Events wichtig?
Klagenfurt ist – das betrifft alle großen Events – einer der Hauptzahler. Dafür wird die Stadt aber zu wenig repräsentiert. Das wollen wir ändern.
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