20.07.2016, 11:50 Uhr

Vier Gemeinden unter den Top 250

Hausleiten, Großrußbach, Ernstbrunn und Stetteldorf pflegen ihre Finanzen, wie eine kostbare Pflanze. (Foto: Archiv)

Jährlich ermittelt das Magazin public die 250 am besten wirtschaftenden Gemeinden österreichs.

BEZIRK KORNEUBURG. Vier Gemeinden aus dem Bezirk Korneuburg haben es auch diesmal unter die Top 250 geschafft: Hausleiten (Platz 62), Großrußbach (Platz 67), Ernstbrunn (Platz 167) und Stetteldorf am Wagram (Platz 221). Die Bezirksblätter haben sich in den Gemeinden umgehört, wie man das macht, mit dem guten Wirtschaften.


Hausaufgaben gemacht

"Wir gehen mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln sehr sorgsam um", erklärt Hausleitens Bürgermeister Josef Anzböck. "Unsere Hausaufgaben sind gemacht – Schule, Kindergarten und Sportzentrum sind gebaut, die meisten Straßen im Gemeindegebiet sind asphaltiert."
Platz 62 von ganz Österreich, den gibt es nicht ohne Grund. Beim Sparen hilft in Hausleiten etwa auch ein straffes System in Sachen Gemeindemitarbeiter. "Wir sind bemüht, die Anzahl der Mitarbeiter in Verwaltung und am Bauhof gering zu halten. Natürlich wird dabei darauf geachtet, das weder die Qualität der Arbeit, noch die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter darunter leiden." Und auf eines ist Bürgermeister Anzböck besonders stolz: "In vielen Bereichen helfen bei uns Freiwillige mit, die uns zum Beispiel in der Pflege der Grüninseln unterstützen."

Effizient & nachhaltig


"Im Rahmen unserer Möglichkeiten setzen wir unsere Mittel effizient und nachhaltig ein", erklärt etwa Großrußbachs Bürgermeister Josef Zimmermann. "Einfach gesagt, drehen wir jeden Euro wirklich zweimal um." Dies sei auch notwendig, so der Orts-Chef, denn die Einnahmen aus der Kommunalsteuer etwa belaufen sich "nur" auf rund 100.000 Euro. "Trotzdem haben wir viel investiert. Zum Beispiel der Ankauf des ehemaligen Gasthauses Eckelhart samt Generalsanierung und Umbau für Wohnungen und Hort." Auch bei den zahlreichen Straßenbauprojekten kam man ohne Fremdfinanzierung aus.

Ein kleiner Erfolg


"Ich persönlich bin begeistert und natürlich auch sehr stolz auf meine Marktgemeinde Ernstbrunn", freut sich Bürgermeister Horst Gangl, der von den Bezirksblättern mit der guten Nachricht über Platz 167 überrascht wurde. "Das ist ein kleiner Erfolg, gerade in wirtschaftlich und finanziell schwierigen Zeiten die Gemeinde aktiv und attraktiv zu lenken, zu investieren, zu erneuern und zu modernisieren, aber auch gleichzeitig die finanzielle Stabilität, die Entwicklung und die finanzielle Sicherheit der Gemeinde stets im Auge zu behalten."
Gelungen sei dies mit einem großen Maß an Disziplin, einer überlegten Einkaufs- und Investitionspolitik sowie klaren Entscheidungen gegenüber den Bürgern.

Geschulte Mitarbeiter


Das sinnvolle und sparsame Umgehen mit finanziellen Mitteln, sieht auch Stetteldorfs Bürgermeister Josef Germ als Grund dafür, unter den Top 250 Österreichs gelandet zu sein. "Wir stellen zum Beispiel in Etappen die Ortsbeleuchtung auf LED um. Wenn schon aufgegraben wird, legen wir auch gleich die Leerverrohrung für das Breitband. So kann man Kosten sparen", erklärt Germ.
Wichtig ist dabei auch die Kompetenz, die innerhalb der Gemeinde zu finden ist. Die Gemeindemitarbeiter sind versierte Handwerker, die zahlreiche Arbeiten in Eigenregie, ohne die Inanspruchnahme fremder Fachkräfte, durchführen können. "Das ist für uns ein großes Glück, ein großes Potential und ein großer Gewinn", ist Germ auf seine "Leute" stolz.
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