29.04.2016, 08:38 Uhr

HLF-Schüler verzichten und spenden

Mag. Britta Schwarz, Mag. Editha Adamowicz (vorne) und MMag. Dieter Seybold (hinten) im Kreise der HLF SchülerInnen
Krems an der Donau: HLF Krems |

Sie heißt ‚Epidermolysis bullosa‘, kurz EB - jene Krankheit, die hinter dem gängigen Begriff ‚Schmetterlingskinder‘ steckt. 500 Kinder und Erwachsene in Österreich, 30.000 in Europa leiden an und unter dieser als (noch) nicht heilbar geltenden Hauterkrankung. Die Schülerinnen und Schüler der HLF Krems übergaben einen Spendenscheck in Höhe von 2.000,- Euro an DEBRA Austria. Motto: 'Verzichten statt verprassen".

Die in Relation geringe Anzahl der Erkrankten - EB bewirkt, dass die Haut schon bei geringer Belastung Blasen bildet oder reißt - bedeutet geringe Unterstützung. Leider, denn nur dort, wo Konzerne das große Geld wittern, sind sie bereit, in die Erforschung neuer Wirkstoffe gegen Krankheiten zu investieren; Betroffene, deren ständige Begleiter Wunden und Schmerzen sind, sind somit von Spenden abhängig.

HLF-Religionsprofessorin Editha Adamowicz und Kollege Dieter Seybold hatten die Idee, im Zuge der heurigen Fastenaktion (dabei spenden ca. 600 Schüler Geld, das aus dem Verzicht auf z.B. Süßigkeiten und dem Verkauf selbst gemachter Muffins stammt) der DEBRA Austria, Selbsthilfeorganisation für Schmetterlingskinder, zu übergeben. Die Schüler Sandra Fitzi, Fabian Musil und Lea Bauer kümmerten sich organisatorisch um das Gelingen des Spendenübergabe-Events, im Zuge dessen die beiden spendenfreudigsten Schulklassen 1BHLT und 4BHLT mit je einer Torte aus der Konditorei Wiklicky (Retz) geehrt wurden. Verzichten und Gutes tun, eine vorbildliche Haltung Jugendlicher.

Stimmen

Carmen Santner, Klassensprecherin 2DHLT: „Wir Junge sind sehr dankbar, dass es uns gut geht. Da kommen Überlegungen, dass man Geld, das man sonst für Zigaretten, Bekleidung oder Naschereien ausgibt, spenden könnte.
Sophie Karner, Sebastian Zeininger, Klassensprecher 1BHLT: „Man macht etwas gerne, wenn man weiß, dass es Menschen zugute kommt, die es brauchen können. Und es bereitet ein besseres Gefühl zu wissen, wer eine Spende bekommt. Mit dem Begriff Schmetterlingskinder konnten wir davor nichts anfangen, im Zuge der Idee haben wir dann davon erfahren. Da wurde uns schon bewusst, wie toll es ist, wenn es einem an nichts fehlt. Die Überlegungen gingen dahin, einmal auf eine Jause oder ein Getränk zu verzichten und statt dessen zu spenden.“
Prof. Mag. Editha Adamowicz: "Wir machen im Zuge unserer jährlichen Fastenaktion einen Spendenschwerpunkt. Dadurch lernen unsere Schüler, dass es viele Menschen gibt, denen es nicht annähernd so gut geht."
Mag. Britta Schwarz, DEBRA Austria: „Es gibt schon immer wieder Schulaktionen, wo z.B. aus dem Erlös von Flohmärkten Spendengelder lukriert werden. Die Idee, dass Schüler durch Verzicht Geld geben, finde ich schon sehr toll. Unser Verein wurde 1995 vom heutigen Vereinsobmann Rainer Riedl gegründet, dessen Tochter Lena von Geburt an EB hatte - damals wusste man in Österreich nicht annäherungsweise, worum es sich handeln könnte. Den Babys fehlen schon von Geburt an Hautstücke und sie leiden an Blasen und Wunden, auch für die Eltern eine wahnsinnige Belastung. Ein Hautarzt in Salzburg hatte dann den Verdacht, dass es sich um Epidermolysis bullosa handeln könnte. Ziele der Patientenorganisation sind Erfahrungsaustausch, gegenseitige Hilfe, Förderung der Forschung und Bewusstseinsbildung.

Info

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