30.09.2016, 15:49 Uhr

MINI MED startet mit 'Herzensangelegenheit'

Prim. Univ.-Prof. Dr. Neunteufl beim MINI MED-Vortrag.
Krems an der Donau: Campus Audimax |

Mit faszinierenden - zum Teil animierten - Bildern präsentierte im ersten MINI MED-Vortrag des Herbst/Wintersemesters Prim. Univ.-Prof. Dr. Thomas Neunteufl die Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten im Herzkatheter.

Dabei konnte man erfahren, welche Formen von Gefäß-Plaque es gibt und wie sich diese auswirken. Eine wichtige Rolle in der Diagnose und Behandlung von Gefäßverengungen- oder -verschlüssen spielt der Herzkatheter. Dieser aus dünnem, biegsamen Kunststoff bestehende Schlauch wird von der Leisten- oder Unterarmarterie über die Schlagader bis zum Herzen geführt und mittels Kontrastmittel die Gefäßstruktur sichtbar gemacht. Über einen Führungsdraht kann durch den Katheter ein Ballon vorgeschoben werden, der an der verengten Stelle aufgeblasen wird, um Ablagerungen wegzudrücken und so den Gefäßdurchmesser zu erweitern - das Blut kann wieder ungehindert fließen.

Wurde es verabsäumt, rechtzeitig eine Diagnose erstellen zu lassen, sind Herzinfarkt oder Schlaganfall die sichere Folge. Dazu kommt, dass nach einem dieser Ereignisse das Risiko auf einen zweiten Herzinfarkt oder Schlaganfall enorm steigt, mitunter auf das bis zu Neunfache. Herz- oder Venenerkrankungen in der Familie steigern das persönliche Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko, als Frau nach der Menopause oder als Mann sind Sie zusätzlich stärker gefährdet als andere. Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel sowie hohe Blutdruck-, Cholesterin- und Blutzuckerwerte befördern Sie ebenfalls auf aussichtsreiche Position für Herzinfarkt & Co.

Neunteufl: "Achten Sie auf Symptome wie Schmerzen oder Engegefühl in der Brust, Kurzatmigkeit, bis in die Arme ausstrahlende Schmerzen im Kiefer, Sodbrennen, Übelkeit und heftiges Schwitzen - hinter jedem davon kann eine koronare Herzkrankheit lauern." Neben Änderungen des Lebensstils und medikamentöser Behandlung gewinnen direkte Organeingriffe wie z.B. Minimalinvasive Intervention (Einsetzen eines Metallstents oder Gefäßgerüstes) oder die Bypass-Operation (Umleitung für das Blut bei Gefäßverstopfung) zunehmend an Bedeutung. Was in jedem Fall Hoffnung macht: Die Fortschritte der Medizin sind Dank immer besserer Diagnosemöglichkeiten wie Herzkatheter - speziell bei den operativen Behandlungsmethoden - beachtlich. Die Eigenverantwortung wird dadurch allerdings nicht ersetzt.

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