13.07.2016, 13:50 Uhr

Bauern liefern Qualität: Kremser Landwirte rufen nach verpflichtender Kennzeichnung von ihren Produkten.

Obfrau Ida Steininger (Bauernkammer Krems 2.v.l.)), NV Vorstandsvorsitzender Bernhard Lackner (2.v.r.)
KREMS (don). Die Landwirte der Region erzeugen wertvolle und gesunde Nahrung. Jeder der auf eine gesunde Ernährung achtet weiß das und nützt die breite Produktpalette an frischem Gemüse und Obst, Getreide oder achtet beim Fleisch auf dessen Herkunft.
Laut einer Studie werden mehr als 50 Prozent aller Mahlzeiten in Gastronomiebetrieben, Kantinen, Schulen oder Kindergärten zu sich genommen.
Bei der Veranstaltung der Bauernkammer Krems mit Kammerobfrau Ida Steininger beim Heurigen Kohl in Rohrendorf stand die Offensive für mehr Transparenz auf niederösterreichischen Speiseplänen im Mittelpunkt. "Der Konsument hat ein Recht zu wissen woher seine Nahrungsmittel kommen", bringt es die Bauernkammer-Obfrau auf den Punkt und fordert: "Wir produzieren Wein, betreiben Ackerbau und sorgen für die Tierhaltung. Der Bezirk Krems kann sich über die größte Vielseitigkeit in Niederösterreich freuen. Wir decken mit unseren Produkten einen Großteil der Lebensmittel ab. Davon soll die Bevölkerung in Zukunft verstärkt profitieren."

Projekt der Bauernkammer
Mit der Initiative „Gut zu wissen“ können Kantinenbetreiber aber auch Schulen, Kindergärten und Uni-Mensen ein Zeichen für heimische Lebensmittel setzen. Das gemeinsame Kommunikationsdach „Gut zu wissen“ stellt die Herkunft von Fleisch und Eiern in den Mittelpunkt.
„Nachhaltigkeit, Tierwohl und Naturschutz sind allgemeine Anliegen, die unsere Bäuerinnen und Bauern täglich leben. Diese hohen Standards verursachen auch Kosten, die von den Preisen getragen werden müssen. Konsumenten sind nur dann bereit, diese zu bezahlen, wenn sie sich auf die österreichische Herkunft wirklich verlassen können. Deshalb sollen wir in der Gemeinschaftsverpflegung diese Herkunft verpflichtend erkennbar machen. Gleichzeitig danken wir allen Gastronomen, die freiwillig auf österreichische Herkunft Wert legen“, so Kammerobmann Ida Steininger. Ab Sommer wird auch in den Großküchen des Landes Niederösterreich die regionale Herkunft von Fleisch und Eiern bewusst sichtbar gemacht. Vor allem liegen die Standards und Qualitätsmerkmale der österreichischen Landwirte extrem hoch. Unter dem Motto „Unser Essen: Wo´s herkommt“ begeben wir uns deshalb auf eine genussreiche Spurensuche und zeigen, warum es wichtig ist, Herkunft transparent zu machen“, so Kammerobmann Steininger.

Bezeichnung der Herkunft
Die Landwirtschaftskammern aller österreichischen Bundesländer verlangen für die Gemeinschaftsverpflegung eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung von Fleisch und Eiern. Restaurants und Gasthäuser können freiwillig daran teilnehmen. Das Vorbild dafür ist die seit 1996 gesetzliche Kennzeichnung in der Schweiz, die einfach und unbürokratisch funktioniert – und sehr geschätzt wird: Auf Aushangtafeln, elektro- nischen Anzeigetafeln, Wochen-Menüplänen oder als Beiblatt in der Speisekarte. Bei der anschließenden Diskussion, die Franz Xaver Broidl (Bauernkammer) leitete, nahmen neben der Obfrau auch Direktor vom Lagerhaus und NV Vorstandsdirektor Bernhard Lackner teil. Ida Steininger bedankte sich bei den starken Partnern, NV und Lagerhaus, die alle Bauern im Land stets unterstützen.
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