04.05.2016, 11:00 Uhr

Karl Khevenhüller-Metsch wurde zum spanischen Honorarkonsul ernannt

Empfang für den spanischen Botschafter S.E. Alberto Carnero mit .LR Rolf und Elvira Holub, LH Peter Kaiser, Ulrike Wehr, Alberto Carnero, Lelia und Kari Khevenhüller (Foto: LPD/fritzpress)

Anlässlich des Besuches von Spaniens Botschafter auf Schloss Niederosterwitz wurde Karl Khevenhüller zum Honorarkonsul ernannt

Karl Khevenhüller-Metsch, Unternehmer und Burgherr von Hochosterwitz, wurde gestern vom spanischen Botschafter Alberto Carnero zum Honorarkonsul ernannt. Seit hunderten Jahren ist die Familie Khevenhüller eng mit Spanien verbunden. Der neuernannte Honorarkonsul wuchs auch in Spanien auf und lebt heute in Kärnten und Spanien.

Kärntens Internationalität verstärkt

Landeshauptmann Kaiser merkte an, dass Europa bedauerlicherweise gerade seine Gegensätze mehr entdecke als sein Gemeinsames. „Dabei braucht Europa gerade jetzt das Verbindende, das Diplomatische, gelebten Zusammenhalt, wie wir ihn auch hier pflegen. Es gilt, die Zukunft Europas zu gestalten und zu prägen“, so Kaiser. Dem neuernannten Honorarkonsul dankte Kaiser auch dafür, dass er die Internationalität Kärntens verstärke.

Geschichte der Familie Khevenhüller

Der neue spanische Honorarkonsul Karl Khevenhüller-Metsch ist Eigentümer und Betreiber der Land- und Forstwirtschaft „Gutsverwaltung Osterwitz“ sowie des Gewerbebetriebes für Fremdenverkehr und Gastwirtschaft „Burg Hochosterwitz“. In Spanien ist er außerdem selbstständiger Unternehmer im Bereich erneuerbare Energie, insbesondere Windkraft. Die Familie Khevenhüller ist schon seit Jahrhunderten auf wirtschaftlicher und politischer Ebene sowie über eine große Verwandschaft mit Spanien verbunden. 1549 kam es zu einer Zusammenkunft zwischen Christoph Khevenhüller und dem spanischen Infanten Philipp, 1551 beherbergte Christoph den Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und spanischen König Karl V. in Villach. Christophs Sohn Hans Khevenhüller wurde 1561 zum ständigen Botschafter des Kaisers beim spanischen König Philipp II. ernannt. Mit der Lieferung einer Münzprägemaschine aus Hall in Tirol ins Münzhaus von Segovia sorgte er für das erste dokumentierte Industriehandelsgeschäft zwischen Österreich und Spanien. Außerdem lieferte der Botschafter Araberpferde nach Wien und Lipica, aus denen dann die Lipizzanerrasse entstand. Über diese Familiengeschichte geforscht hat auch der spanische Historiker Alfredo Alvar, der im Rahmen des Empfanges auf Schloss Niederosterwitz geehrt wurde.
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