18.03.2016, 23:45 Uhr

Naschmarkt: Strafe für 29 illegale Flohmarkt-Standler

Unter die angemeldeten Standler mischen sich auch Schwarzhändler. 29 konnte die Polizei zuletzt aufgreifen. (Foto: Archivbild: BV6)

Die Polizei startete am Naschmarkt eine Schwerpunktaktion. Mit Erfolg. Derzeit kosten illegale Standler den Bezirk bis zu 10.000 Euro im Monat.

MARIAHILF. Sechs Stunden lang waren Polizei, Marktamt und das Büro für Sofortmaßnahmen zuletzt am Flohmarkt des Naschmarkts unterwegs, um illegale Stände aufzuspüren. Die Aktion war ein Erfolg: Insgesamt wurden 123 private Stände kontrolliert – bei insgesamt 32 wurde man fündig.

Neben kleineren Verstößen gab es vor allem Strafen für die Betreiber von 29 illegal weitergegebenen Ständen. Wie die illegalen Standler vorgehen? "Die angemeldeten Verkäufer am Flohmarkt brechen vor 14 Uhr ihre Zelte ab. Die freien Plätze ergattern Geschäftemacher widerrechtlich. Sie zahlen keine Standgebühr und hinterlassen Schmutz und Krempel", sagt Bezirkschef Markus Rumelhart (SPÖ).

Er kündigt an, dass die Überprüfungen in Zukunft wiederholt werden. Denn die Schwarzhändler sind ein großes Problem für den Bezirk – und vor allem ein kostenintensives. Der Flohmarkt am Naschmarkt, der jeden Samstag mit bis zu 400 privaten Anbietern über die Bühne geht, ist der größte der Stadt. Durch illegale Standler bleiben nach dem Flohmarkt Unmengen an nicht verkaufter Ware und Abfall liegen.

Die Mitarbeiter der MA 48 müssen Abfallberge beseitigen. Sie setzen Kleinlader, Kehr- und Spritzmaschinen ein. Die bis zu zehn Personen starke Mannschaft reinigt mehrere Stunden. Die Säuberung dauere oft bis weit in die Nachtstunden, so Rumelhart.

Der Aufwand belastet nicht zuletzt das Budget: Monatlich kostet die Reinigungsaktion den Bezirk fast 10.000 Euro. Rumelhart wünscht sich daher zusätzliche Maßnahmen vom Marktamt: „Die Schwerpunktkontrollen können nur eine Maßnahme sein. Wir brauchen nachhaltige Ideen.“

Hintergrund:

Der Flohmarkt am Naschmarkt eröffnete 1977. Heute verkaufen hier rund 400 private und gewerbliche Anbieterinnen und Anbieter auf 7.000 Quadratmetern ihre Waren. Das Angebot umfasst Kunstgegenstände, gebrauchten Hausrat, Literatur, Musikalien und Antiquitäten.
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