30.03.2016, 08:36 Uhr

Zu schnelle Rolltreppen: Wiener Linien dementieren

Rolltreppen am Wiener Hauptbahnhof. (Foto: Arthur Haas)

Aufgrund der Geschwindigkeit kommt es zu einem Unfall pro Tag auf Wiens Rolltreppen, berichtet orf.at. Laut Wiener Linien haben die Unfälle nichts mit der Geschwindigkeit zu tun.

WIEN. Stolze 0,65 Meter pro Sekunde kann man auf den Rolltreppen der Wiener Linien zurücklegen. Das liegt noch unter der europäischen Norm, laut der immerhin 0,75 Meter pro Sekunde erlaubt sind. Trotzdem kommt es in Wien zu einem Unfall pro Tag.

"Vor allem bei älteren Leuten steige das Unfallrisiko mit der Rolltreppengeschwindigkeit", wird Thomas Maldet, Geschäftsfeldleiter im Bereich Infrastruktur und Transport des TÜV Austria auf orf.at zitiert. Für die Wiener Linien haben diese Unfälle aber nichts mit der Geschwindigkeit zu tun. "Es handelt sich um Unachtsamkeiten, die auf jeder Stiege passieren kann", sagt Pressesprecher Dominik Gries. "Vor allem sind hier Menschen unterwegs, die es eilig haben. Und nicht einen beschaulichen Tag im Einkaufszentrum genießen wollen. Da passiert natürlich mehr."

Innerhalb Europas gebe es weitaus schnellere Rolltreppen, besonders in den osteuropäischen Städten. "Wenn wirklich die Geschwindigkeit schuld an den Unfällen wäre, müssten wir sofort aufgrund der heimischen Gesetzgebung etwas ändern."

Die Wiener Linien betreiben 346 Rolltreppen. Im Schnitt fahren 7.000 Personen pro Stunde mit einer davon.
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