13.04.2016, 16:01 Uhr

ÖBB verdichten Gleis auf der Arlbergbahn

Mit einer Stopfmaschine sowie weiteren Spezialmaschinen wird der Gleisoberbau verdichtet und in eine ideale Lage gebracht – Züge rollen deutlich ruhiger über die Gleise (Foto: ÖBB)

Im April werden 7.100 Meter Gleisoberbau vor allem am Arlberg aber auch in Innsbruck und Seefeld durch Maschineneinsatz verdichtet, um die Lebensdauer der Schienenanlagen zu verlängern und eine ideale Lage zu erreichen.

LANDECK/ST. ANTON. Mit seinen 2.500 PS sorgt der Spezialzug bei den ÖBB für glatte Gleisoberflächen und verleiht den Weichen und Schienen ein neues, ideales Profil. Durch die Bearbeitung wird der Geräuschpegel fahrender Züge deutlich vermindert und der Verschleiß durch unebene Gleisoberflächen wird verringert. Auf der Oberfläche von Weichen und Schienen bilden sich durch das Befahren von Zügen kleine Schlupfwellen oder Verdrückungen des Schienenkopfes. Die Schleifmotoren des Zuges erzeugen einen neuen Schliff (es werden rund 0,3 - 1 mm abgeschliffen) und die Weichen und Schienen erhalten wieder ihr ideales Profil. Das Schleifen bringt für alle Beteiligten Vorteile. Für die Anrainer entlang der Bahn wird der Lärmpegel durch das Glätten der Schienen spürbar gesenkt. Für die Bahnkunden wird das Reisen in den Reisezugwagen noch angenehmer und ruhiger. Für die ÖBB bringt das Schleifen wirtschaftliche Vorteile da die Lebensdauer der Weichen, Schienen und des Gleiskörpers um ein vielfaches verlängert wird.


Verdichtung des Gleisoberbaus

Verdichtung des Gleisoberbaus mit einer Spezialmaschine vor allem am Arlberg
Unabhängig vom Einsatz des Schienenschleifzuges wird der Gleisoberbau auf einer Länge von rund 7.100 m mit einer speziellen Arbeitsmaschine in folgenden Abschnitten verdichtet und dadurch in die optimale Lage gebracht:
27.04.2016 Flirsch – Strengen – St. Anton am Arlberg
28.04.2016 Strengen
29.04.2016 Landeck – Pians

Verständnis für Lärmentwicklung

Der Einsatz des Schienenschleifzuges und der Spezialmaschine für die Verdichtung des Oberbaus ist minutiös geplant. Um den Zugverkehr im Sinne der Reisenden nicht zu beeinflussen finden diese Arbeiten zwischen 20:00 und 05:00 Uhr statt. Für diese Bauarbeiten kommen moderne, lärmgedämpfte Geräte und Maschinen zum Einsatz. Trotzdem lassen sich Funken und ruhestörende Geräusche, die durch die rotierenden Schleifscheiben entstehen können, nicht ganz vermeiden. Die ÖBB sind bemüht, Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten, ersuchen aber um Verständnis, dass Lärmentwicklungen nicht gänzlich vermieden werden können.


ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister

Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 466 Mio. Fahrgäste und 111,7 Mio. Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. 92 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern, zu 90 Prozent aus Wasserkraft. Die ÖBB gehörten 2015 mit 96,3 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 39.481 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (zusätzlich 1.724 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Mio. Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.
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