29.09.2016, 12:30 Uhr

Terra Raetica: Eine Region – ein Verkehr

Busbahnhof in Martina: Der grenzüberschreitende öffentliche Verkehr in der Terra Raetica wurde ausgebaut. (Foto: Peter Sprecher)

Tirol arbeitet mit dem Engadin und dem Vinschgau eng bei der Planung des Öffentlichen Verkehrs zusammen. Neue Angebote helfen, die Region Terra Raetica noch attraktiver zu machen – für den Tourismus und vor allem für das Obere Gericht selbst.

BEZIRK LANDECK. Noch im Frühmittelalter gehörten die Gebiete, wie das Obere Inntal (Österreich), der Vinschgau (Italien) oder der Unterengadin (Schweiz), der Provinz Raetia Prima an. Diese Gebiete werden heute durch Linien des öffentlichen Verkehrs miteinander verbunden.
Der Arbeitskreis Verkehr der Terra Raetica möchte mit den jährlich stattfindenden „Schlanderser Gesprächen“ einen Beitrag dazu leisten, dass diese Grenzregion in der Schweiz, Italien und in Österreich vermehrt zueinander finden und so ein neues Zentrum bilden. Verbesserte öffentliche Verkehrsverbindungen und die verbesserte Vermarktung dieses Angebotes sind sicherlich ein wichtiger Schritt in diese Richtung.
Die Vertreter der zuständigen Verkehrsträger sowie Bürgermeister aus allen drei Ländern waren anwesend, um sich auszutauschen und weitere Schritte für eine Verbesserung im Öffentlichen Verkehr in der Terra Raetica zu besprechen.

Weiteres Zusammenwachsen

Grenzüberschreitende Angebote im Öffentlichen Verkehr sind ein wesentlicher Beitrag zum Zusammenwachsen der Regionen. Nicht nur für Urlaubende, die nicht länger an Staatsgrenzen gebunden sein wollen und die Region Terra Raetica unabhängig vom Auto genießen wollen, sondern vor allem für alle BewohnerInnen des Oberen Gerichts ist ein funktionierender Verkehr über die Grenzen ein wesentlicher Bestandteil zukünftiger Kooperation.
Die Vertreter der zuständigen Verkehrsträger sowie Bürgermeister aus allen drei Ländern waren anwesend, um sich auszutauschen und weitere Schritte für eine Verbesserung im Öffentlichen Verkehr in der Terra Raetica zu besprechen.
Das Land Tirol und der Verkehrsverbund Tirol haben daher in Zusammenarbeit mit dem Kanton Graubünden und Südtirol den Öffentlichen Verkehr im Oberen Gericht Richtung Mals im Vinschgau und Scoul im Engadin neu organisiert. Seit Fahrplanwechsel im Dezember 2015 stehen neue attraktive Angebote zur Verfügung.
Landeshauptmannstellvertreterin und Mobilitätslandesrätin Ingrid Felipe die ebenfalls den Weg nach Landeck gefunden hatte stellte in ihrem Eingangsstatement fest: „Die Kooperation mit dem Engadin und Südtirol in der Region Terra Raetica setzt unseren bisherigen Weg konsequent fort, Tirol im Öffentlichen Verkehr an die umliegenden Regionen anzuschließen. Nach Osttirol, dem Außerfern und auf den Verbindung nach und von Bozen haben wir hier den nächsten Baustein geschaffen, grenzenlos auch ohne Auto unterwegs sein zu können – und das einfach, schnell und kostengünstig.“


Weitere Vereinfachen

Mit der Neueröffnung der Vinschgerbahn vor rund zehn Jahren hat man erkannt, dass man durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit die Randregionen mitten ins Zentrum der Aktivitäten rücken kann. Im Rahmen der "Mobilita Raetica" haben Tirol, Südtirol und Graubünden seither gemeinsam das Angebot des öffentlichen Verkehrs in der Terra Raetica schrittweise verbessert.
Seit 13. Dezember 2015 ist nun auch Tirol voll in Konzept eingebunden und wird hoffentlich sehr bald die positiven Effekte bemerken. Speziell profitieren werden auch die vielen Studenten aus dem Vinschgau, welche so auf funktionierende Transportketten zählen können.
Mindestens von 7 bis 7 an 7 Tagen pro Woche stündlich eine Verbindung. Nach diesem Grundsatz wird der öffentliche Verkehr im gesamten Grenzraum betrieben. Für den Kunden bietet der öffentliche Verkehr einfach merkbare Abfahrtszeiten und funktionierende Transportketten von Haustüre zu Haustüre.
Die Arbeit ist mit diesem Schritt noch nicht abgeschlossen. Obwohl bereits heute viele Tarife grenzüberschreitend genutzt werden können, soll die Nutzung des öffentlichen Verkehrs durch weitere Vereinfachungen im tariflichen Bereich in Zukunft noch attraktiver werden.

Fahrplanänderungen

- Stundentakt Landeck-Nauders, Nauders Landeck von 07:00 Uhr 19:00 Uhr
- regelmäßig stündlich ab Landeck bis Kajetansbrücke und mindestens zweistündlich nach Nauders
- zweistündlich nach Martina (Schnellbus) mit Anschluss nach Nauders – Vinschgau und Engadin (Scuol)
- Verbesserte Anschlüsse an Railjet und Regionalzüge Richtung Innsbruck und Vorarlberg
- Verbesserte (schnellere) Verbindungen für touristische Anreise
- Schneller Verbindungen für Schüler ins regionale Schulzentrum Landeck

Internationaler Kontext

- Integraler Stundentakt (Zernez –) Tschierv - Müstair – Mals
- (Integraler) Stundentakt Landeck – Martina/Nauders – Mals
- Integraler) Stundentakt Landeck – Kajetansbrücke/Martina – Samnaun
- Integraler Stundentakt Scuol – Martina – Nauders - Mals
- Optimierung der Anschlüsse in Martina/Nauders (von Landeck nach Mals)
- Schnellverbindung Unterengadin – Landeck (mit Anschluss auf ÖBB-Railjet)
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.