02.04.2016, 10:20 Uhr

Zams schloss 2015 positiv ab

Erfreuliche Zahlen: Die Gemeinde Zams hat auch 2015 einen Überschuss erwirtschaftet.

Jahresrechnung der Gemeinde Zams weist einen Überschuss von 577.347 Euro auf. Durch anstehende Großprojekte wird der Spielraum aber enger.

ZAMS (otko). Bei der Gemeinderatssitzung vergangenen Donnerstag konnte Bgm. Siegmund Geiger (ÖVP) mit erfreulichen Zahlen aufwarten. "Der Jahresabschluss ist sehr erfreulich. Wir haben einen Überschuss von 577.347 Euro erwirtschaftet", bilanziert Geiger. Der ordentliche Haushalt weist bei Einnahmen von 10.178.360 Euro und Ausgaben von 9.601.013 Euro einen Überschuss von 577.347 Euro auf. Nicht ausgeglichen mit einem Abgang von 128.116 Euro ist aber der außerordentliche Haushalt.
Der Verschuldungsgrad ist 2015 auf 27,31 Prozent (2014: 31,36 Prozent) gesunken. Die Pro-Kopf-Verschuldung der Zammer Bevölkerung (3.388 Einwohner) liegt 2015 bei 1.275,23 Euro (2014: 1.173,46 Euro). Der Schuldenstand ist auf 4,3 Mio. Euro (2014: 3,9 Mio. Euro) angestiegen. Insgesamt flossen 494.000 Euro (Tilgung und Zinsen) in den Schuldenabbau. Daneben hat die Gemeinde noch rund 1,8 Mio. Euro an Haftungen (Venet Bergbahnen AG und Haus der Musik). Auch die Rücklagen verringerten sich im abgelaufenen Jahr von 778.109 Euro auf 714.770 Euro. Unter anderem wurden für den Kanalbau Finais 40.000 Euro aus den Rücklagen entnommen. Insgesamt verfügt die Gemeinde Zams über 1.317.135 Euro an frei verfügbaren Mitteln.
Negativ bemerkte das Zammer Dorfoberhaupt, dass die Transferzahlungen an das Land Tirol (z. B. Tiroler Gesundheitsfonds) ständig steigen würden. Zudem waren auch in den Bereichen Wasser (107.561 Euro), Friedhof (18.703 Euro), Kindergarten (315.244 Euro) und Seniorenzentrum (309.571 Euro) hohe Abgänge zu verzeichnen. Da bereits 500.000 Euro als Überschuss in das Budget für 2016 eingeplant sind, sollen die verbliebenen 37.347 Euro für unvorhergesehene Sachen vorgesehen werden. Dieser Vorschlag des Bürgermeisters wurde einstimmig angenommen.


Keine Luftsprünge

Für Mathias Venier (FPÖ) sind die vorgelegten Zahlen trügerisch. "Die Verschuldung steigt, die Rücklagen werden weniger und die Darlehen werden höher." Positiv überrascht zeigte sich Vizebgm. Josef Reheis (ÖVP): "Wegen 700.000 Euro an Einnahmenentfällen mussten wir mehr Darlehen aufnehmen. Der Gemeinderat hat die geplanten Grundverkäufe einhellig abgelehnt. Trotzdem können wir aber keine Luftsprünge machen."
Für Herbert Frank (SPÖ) ist der Verschuldungsgrad erfreulich: "Für 2016 stehen aber wieder große Projekte an." Bgm. Geiger erinnerte daran, dass auch große Projekte von 2015 auf 2016 verschoben werden mussten und daher 1 Millionen Euro weniger an Darlehen aufgenommen wurde. "Trotzdem kann sich das Jahresergebnis sehen lassen, da wir bei der Kommunalsteuer, bei der Grundsteuer B und bei den Abgabenertragsanteilen sowie bei den Erschließungskosten deutlich mehr eingenommen haben", betonte Geiger.
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