Gespräch mit KR Anton Pletzer
"Venet soll ein Aushängeschild werden"

Manfred Bader, Friedl Eberl (Pletzer Gruppe), Bgm. Benedikt Lentsch, Bgm. Herbert Mayer, KR Anton Pletzer, Alt-LH Günther Platter, Venetbahn-Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Hittler und TVB-Obmann Konrad Geiger. | Foto: platzermedia
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  • Manfred Bader, Friedl Eberl (Pletzer Gruppe), Bgm. Benedikt Lentsch, Bgm. Herbert Mayer, KR Anton Pletzer, Alt-LH Günther Platter, Venetbahn-Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Hittler und TVB-Obmann Konrad Geiger.
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Die Erleichterung im Talkessel war spürbar, als bekannt wurde, dass die Pletzer Gruppe bei den Venet Bergbahnen einsteigen und den Betrieb sicherstellen wird. Wir sprachen mit dem "Vater" der Lösung - KR Anton Pletzer.
ZAMS (tos). Anton Pletzer wurde als Sohn eines Landwirtes 1944 in Oberndorf bei Kitzbühel geboren. Bereits mit 19 Jahren gründete er mit einem Kollegen sein erstes Unternehmen und war damals der jüngste Unternehmer Tirols. Seit mehr als 50 Jahren beschäftigt sich Pletzter mit den Geschäftsbereichen Immobilien, Tourismus und Industrie. 1995 erhielt er den Berufstitel Kommerzialrat, 2001 das Ehrenzeichen des Landes Tirol und 2009 das große Ehrenzeichen des Landes Kärnten.
Die Bezirksblätter Landeck sprachen mit KR Pletzer über seine Visionen und Vorstellungen zum Thema Venet:
Herr Kommerzialrat, können Sie uns schon Näheres zum Konzept für die Neuausrichtung der Venet-Bergbahnen sagen?

"Im Moment sind wir gerade bei der Bestandserhebung und prüfen vor allem, ob und wie es mit der Hauptbahn weitergehen kann. Hier gibt es zwei Szenarien: eine Ertüchtigung der Anlage oder ein Neubau. In beiden Fällen muss jedenfalls frisches Geld investiert werden. Dazu habe ich auch im Vorfeld meine klare Zusage gegeben. Wir wollen hier am Venet nicht verwalten, verwalten, sondern gestalten."

Die Pletzergruppe ist in vielen Bereichen sehr erfolgreich tätig. | Foto: Schilling
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Gerade für kleine Schigebiete ist es immer schwieriger, wirtschaftlich zu überleben. Was bewegt eine erfolgreiche Unternehmensgruppe wie die ihre, trotzdem in diesem Bereich zu investieren?

"Weil wir in anderen Bereichen sehr erfolgreich unterwegs sind - unter anderem im Bereich der Wärmepumpenproduktion oder unseren Tourismusbetrieben im Tiroler Unterland - können wir auch solche Projekte unterstützen. Über Kontakt von Landeshauptmann a. D. Günther Platter hat es in den vergangenen Monaten sehr intensive Gespräche mit den Verantwortlichen vor Ort gegeben. Ohne uns wäre der Venet definitiv zugesperrt worden. Das wollte ich nicht!"

Können Sie jetzt schon sagen, wie hoch die Investitionssumme ihres Unternehmens am Vent sein wird?

"Das wird erst nach eingehender Analyse feststehen. Fest steht aber, dass wir in den nächsten Jahren vor allem sehr viel Geld investieren und weniger verdienen werden. Es ist insofern auch ein Herzensprojekt von mir. Und wenn ich sehe, wie viel positive Reaktionen ich aus der Region in den letzten Wochen erhalten habe, war es die richtige Entscheidung, diese Infrastruktur am Leben zu erhalten."

KR Anton Pletzer in seinem Büro in der Hopfgartener Zentrale der Pletzer Gruppe. | Foto: Schilling
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Wo sehen Sie die Venet-Bergbahnen in fünf bzw. zehn Jahren?

"Der Venet soll wieder in Aushängeschild werden, auf den die Einheimischen stolz sind und dort gerne ihre Freizeit verbringen. Das ist unser gemeinsames Ziel und ich spüre derzeit eine große Aufbruchstimmung."

Die Pletzer-Gruppe betreibt mehrere Hotelbetriebe. Ist in Zams neben den Bergbahnen auch in dieser Richtung etwas geplant?

"Heuer starten wir unser sechstes Hotelprojekt in Reutte. Natürlich ist ein Hotelbetrieb für eine Bergbahn immer positiv für die Auslastung. Hier ist die Region grundsätzlich gut aufgestellt. Der Parkplatz bei der Bergbahn bietet sicher weitere Entwicklungschancen."

Vielen Dank für das Gespräch!

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