18.07.2016, 11:20 Uhr

Bauprojekt am Heumarkt: Wien droht ein Eintrag in die Rote Liste der UNESCO

Bis Feburar 2017 muss Wien einen "aktualisierten Bericht über den Erhaltungszustand der Welterbestätte" rund um das geplante Hochhaus am Heumarkt einbringen. (Foto: Nightnurse)
Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou verhängte zum Thema Heumarkt eine Nachdenkpause. Trotzdem reichte die List Rechtsanwalts GmbH im Namen der Initiative Denkmalschutz bereits jetzt ein Schreiben beim UNESCO Weltkulturerbe-Komitee ein.

LANDSTRASSE. Die Diskussion um den Heumarkt dauert an. Beklagt wird die Gefahr für das "Historische Zentrum von Wien." Trotz Nachdenkpause gefährde die Wiener Hochhauspolitik das Weltkulturerbe.
Das Anliegen der Initiative Denkmalschutz lautet: Wien solle bereits jetzt in die Rote Liste eingetragen werden. Diese Liste zählt alle Weltkulturstätten auf, die Gefahr laufen, ihren Status als Weltkulturerbe zu verlieren.

Ursprünglich hätte die Stadt Wien erst im Dezember 2017 dazu Bericht erstatten müssen. Die UNESCO wäre in diesem Fall erst bei der Sitzung im Jahr 2018 zu einem Entschluss gekommen. Jetzt hat die UNESCO bei ihrer Sitzung in Istanbul die akute Gefahr für das "Historische Zentrum Wiens" erkannt. Der Beschluss wurde verschärft. Nun muss die Stadt Wien bereits im Februar 2017 im Bezug auf ihre Hochhaus-Richtlinien Bericht erstatten.

Sollte die Stadt ihre Richtlinien nicht zu Gunsten des Wiener Weltkulturerbes ändern, wird Wien umgehend in die Rote Liste aufgenommen.
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