17.10.2016, 12:41 Uhr

ENTEN füttern ist GEFÄHRLICH

Enten füttern ist gefährlich
JA, sie haben richtig gelesen, Enten füttern ist gefährlich!

Hartes Brot mit zum Ententeich nehmen und die armen Vögel füttern? Leider keine gute Idee. Wie gefährlich dies für Wasservögel, für Tiere und Gewässer werden kann, ist nur wenigen bewusst.

Ein bisschen mit dem Sackerl rascheln und schon kommen die Enten. Vermeintlich hungrig stürzen sie sich auf das ins Wasser geworfene Brot. Manche fressen den Menschen sogar aus der Hand. Diese Szene spielt sich täglich an zahlreichen Gewässern ab und überall freuen sich Kinder und Erwachsene, Enten, Schwäne und sonstige Wassertiere zu füttern. Die meisten glauben, dass sie den Tieren etwas Gutes tun. Doch das Gegenteil ist der Fall.

Auch in der nun kommenden kalten Jahreszeit gibt es für wilde Wasservögel genug Futter, in Form von Wasserpflanzen und kleinen Wassertieren.

Brot liegt schwer im Magen
Trockenes Brot und hier vor allem Weißbrot ist eine besondere Gefahr, denn es quillt auf, wenn die Tiere etwas trinken. So gab es vor allem bei Schwänen in der Vergangenheit große Probleme, die viel trockenes Weißbrot aufgenommen haben und dann trinken. Denn was die wenigsten wissen, es quillt im Hals auf. Am besten wäre es gar kein Brot füttern. Es kann auch in den Mägen aufquellen. Große Mengen bergen weitere Risiken. Ein krankes Tier frisst davon, andere kommen dazu, und schon verbreiten sich Keime.

Auch für die Gewässer kann übermäßiges Füttern fatale Folgen haben. Denn was oben in die Enten rein geht, geht unten wieder raus. Mancherorts werden Gewässer durch den vielen Kot so belastet, dass sie aus dem ökologischen Gleichgewicht geraten und zu einem Sauerstoffmangel im Gewässer führen. In der Folge vermehren sich bestimmte Bakterien, die im schlimmsten Fall tödliche Folgen für die Enten haben.

Auch wenn man weiß, dass für viele Menschen das Füttern ein sozialer Kontakt ist und sie dadurch das Gefühl bekommen, gebraucht zu werden, tut es doch den Tieren nicht gut.

Umweltschützer fordern daher, andere Wege zu finden, um die Natur zu erleben. Demzufolge könnten Eltern ihre Kinder auffordern, Enten genau zu beobachten. Wie viele Enten gibt es denn? Was ist ein Männchen, was ist ein Weibchen? Sie könnten ihren Kindern so viel zeigen und erklären – und das alles ohne Brotsackerl!
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